Die sogenannten BDSM-Praktiken gelangten mit dem Bestseller »Shades of Grey« ein gutes Stück aus der Schmuddelecke. Die Abkürzung steht im Englischen für »Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism«, also das, was man im Allgemeinen »Fesselspiele im Bett« nennt. Jetzt brachte eine niederländische Studie zu diesem Thema überraschende Ergebnisse.

Ein bisschen Bondage kann nicht schaden … eher im Gegenteil!

Worauf der Glücksbonus zurückzuführen ist, weiß man noch nicht

Etwa 5 bis 25 % der Amerikaner geben sich den lustvollen Bondage-Abenteuern hin, in Deutschland sollen es laut einer Umfrage von bild.de sogar noch mehr sein. Dieser Umstand entfachte die Neugier der niederländischen Forscher an der Tilburg-Universität, sie führten kurzerhand verschiedene psychologische Tests durch. Dabei kam keinesfalls heraus, dass Freunde von Fesselspielen psychisch gestört oder gar irgendwie »abartig« sind, ganz im Gegenteil: Sie erwiesen sich sogar als gesünder und insgesamt glücklicher als der übrige Teil der Bevölkerung, der sich im Bett auf eher moderatem Weg vergnügt. Auch die mentale Stabilität soll bei BDSM-Freunden größer sein und die Beziehungen erfüllender. Wahrscheinlich liegt es daran, dass diese Menschen mehr aus sich herauskommen und offener für Neues sind, so mutmaßt der Psychologe Dr. Andreas Wismeijer. Allerdings stellt diese Begründung keine gefestigte wissenschaftliche Erkenntnis dar; worauf der Glücksbonus wirklich zurückzuführen ist, muss erst noch untersucht werden.

Dominante BDSM-Personen erweisen sich als besonders ausgeglichen

Im Detail war ein Drittel der an der Studie teilnehmenden Männer submissiv und beinahe die Hälfte dominant, der Rest pendelte zwischen beiden Verhaltensweisen hin und her. Dreiviertel der Frauen bezeichneten sich als submissiv und nur ein kleiner Teil als dominant oder zwischen den Fronten wechselnd. Dominante Personen seien, so Wismeijer, besonders ausgeglichen und selbstbewusst, doch sogar die Submissiven erweisen sich im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung als glücklicher und zufriedener. Die sogenannten »Switcher«, die beide Parts erfüllen, präsentieren in Sachen Gesundheit und Zufriedenheit Werte, die zwischen denen der Dominanten und der Submissiven BDSM-Kollegen liegen. Also gilt: Wer einen Partner findet, der das Spielchen gern mitspielen möchte, der sollte einfach mal loslegen …

Quelle: forschung-und-wissen.de

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