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Maggie: Mobile Unterkünfte für Flüchtlinge und Obdachlose sorgen für besseren Unterschlupf

Europa wurde im Laufe des letzten Jahres mit einem vermehrten Strom von Vertriebenen aus Ländern wie Syrien oder Somalia konfrontiert. Insbesondere Deutschland hat eine große Zahl Vertriebene aufgenommen, und es ist nicht ersichtlich, dass sich die Situation in diesem Jahr entspannen wird. Vertriebene, die in Deutschland einen Antrag auf Asyl stellen, verbringen die Zeit bis zur Entscheidung über den Antrag in sogenannten Erstaufnahmeeinrichtungen. Und dieser Aufenthalt kann sich durchaus über ein paar Monate hinziehen. Verbesserungen von Unterkunftsmöglichkeiten sind daher gerne gesehen. Eine solche Möglichkeit bietet Maggie: Eine mobile Unterkunft, die aber deutlich mehr Schutz als ein Zelt bietet.

meggie

Besserer Schutz vor Witterungseinflüssen

Deutschlands Städte und Gemeinden sind mit dem Zustrom der Vertriebenen teilweise deutlich überfordert. Nirgendwo wird das deutlicher als in Zeltstädten, wie sie beispielsweise in Dresden und Hamburg zu finden sind. Besonders bei den aktuellen Temperaturen ist die Unterbringung in einem einfachen Zelt natürlich problematisch.

Idealerweise sollte es gelingen, Erstaufnahmeeinrichtungen in Gebäuden einzurichten, da die Unterbringung in Zelten aus mehreren Gründen problematisch ist. Neben der Tatsache, dass Vertriebenen in Zelten den Witterungsbedingungen ausgesetzt sind (was im Winter wegen der Kälte und im Sommer wegen der Hygiene ein Problem ist) gibt es in diesen Zeltstädten so gut wie keine Privatsphäre.

In Sachen Privatsphäre hilft auch das Konzept von “Maggie” des belgischen Unternehmens DMOA nicht weiter. Wohl aber bietet es deutlich besseren Schutz vor Witterungseinflüssen. Die Unterkunft besteht aus einem Grundgestell aus galvanisiertem Stahl und Aluminium, das von Schichten aus Tarpaulin bedeckt ist. Maggie verfügt über hohle Wände und Dächer, die mit nahezu jedem Isoliermaterial gefüllt werden können. Dies macht die Unterkunft sehr flexibel, was den Aufstellort angeht, da die Wände mit Sand, Stroh, einem richtigen Isoliermaterial oder sogar Plastikabfällen gefüllt werden können.

Unterkunft für Vertriebene oder Obdachlose

Beheizt werden die Unterkünfte von einem Holzofen, allerdings könnte dies in einem Land wie Deutschland natürlich durch eine andere Heizform ersetzt werden. Zukünftige Modelle sollen sogar mit Solarenergie beheizbar sein. Die abgebauten Maggie-Unterkünfte sind leicht zu transportieren und können innerhalb eines Tages aufgebaut werden. Momentan gibt es Varianten mit Größen zwischen 27 und 300 Quadratmetern.

Die Unterkünfte könnten in Deutschland für Erstaufnahmeeinrichtungen für Vertriebene genutzt werden. Ein anderes Einsatzszenario sind Notunterkünfte für Obdachlose im Winter. In anderen Ländern ließen sich mit Maggie auch behelfsmäßige Schulen oder Krankenhäuser bauen. Wie sich das Konzept in der Praxis schlägt, wir sich zeigen müssen. Momentan läuft eine Indiegogo-Kampagne, um es DMOA zu ermöglichen, das Produkt in den Verkauf zu bringen. Preislich wird eine Unterkunft mit 100 qm Größe etwa bei 15.000 US-Dollar liegen.

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