Der Transrapid wurde einst in Deutschland entwickelt und sollte die Fahrzeit auf zahlreichen Strecken massiv reduzieren. Neben einer Teststrecke im Emsland wurde allerdings nur eine einzige Route tatsächlich realisiert: Von der Innenstadt Shanghais zum Flughafen der Millionenmetropole. Das Referenzprojekt ist bis heute in Betrieb, über Nachfolgeprojekte konnte aber keine Einigkeit erzielt werden. Nun will eine chinesische Firma das Konzept weiter entwickelt haben. Die „China Aerospace Science and Industry Corporation“ kündigte an, eine Magnetschwebebahn in Unterdruckröhren bauen zu wollen. Damit sollen Geschwindigkeiten von bis zu 4.000 Kilometer pro Stunde möglich sein. Diese stehen aber erst ganz am Ende des Projekts, zuvor ist zunächst ein stufenweiser Ausbau vorgesehen.


Bild: Screenshot Youtube

Die Höchstgeschwindigkeit soll auf internationalen Strecken erreicht werden

So soll zunächst ein Netz mehrere regionale Städte miteinander verbinden. Dabei sind Geschwindigkeiten von rund 1.000 Stundenkilometern vorgesehen. Dies wäre etwas langsamer als beim von Elon Musk propagierten Hyperloop. Anschließend ist der nationale Ausbau in China geplant. Auf den längeren Strecken wird dann in etwa die doppelte Geschwindigkeit erreicht. Und schließlich soll das Netz auch international erweitert werden. Hier wären dann sogar Fahrten mit 4.000 Km/h denkbar. Passagiere könnten die Transportkapseln dabei allerdings wohl nicht mitnehmen: Eine solch hohe Beschleunigung kann der menschliche Körper nur für kurze Zeit aushalten. Für den schnellen Transport von Waren könnte die Technologie aber ebenfalls von Interesse sein.


Solarmodule auf den Vakuumröhren sorgen für einen Teil der Energieversorgung

Unklar ist allerdings noch, wie weit die konkreten Planungen bereits sind. Das chinesische Unternehmen spricht auf der einen Seite von zwanzig internationalen Partnern für das Projekt. Auf der anderen Seite ist über die geplanten Kosten und deren Finanzierung noch nichts bekannt. Experten bezweifeln aber bereits jetzt, dass sich ein solches Transportmittel ohne staatliche Subventionen errichten und betreiben lässt. Das Klima allerdings soll vom sogenannten Vectrain profitieren. Denn es ist geplant, die Oberseite der Röhren mit Solarmodulen zu versehen und so einen Teil der benötigten Energie zu gewinnen. Der Rest hingegen soll aus Atomkraftwerken kommen – was ein zweischneidiges Schwert ist. Denn die Kraftwerke verursachen zwar keine Emissionen, es fällt aber langlebiger Atommüll an.

Via: The Register

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