Der afrikanische Staat Malawi hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit massiven Überschwemmungen zu kämpfen. Die Behörden und die Hilfsorganisationen standen dabei jeweils vor enormen Problemen, der Bevölkerung zu helfen. Der Grund: Die ohnehin nicht besonders gut ausgebaute Infrastruktur wurde durch die Wassermassen zusätzlich erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Zukünftig könnte moderne Technik allerdings helfen, in solchen Situationen dennoch effiziente Hilfe zu leisten. Denn Drohnen besitzen auf vielfältige Weise das Potential, im Fall von Naturkatastrophen die schlimmsten Folgen zu lindern. Die Regierung von Malawi hat daher nun einen offiziellen Testkorridor eingerichtet. In diesem sollen vor allem drei Fähigkeiten der unbemannten Flugobjekte weiter erforscht werden: Der Transport, die Bildgewinnung und die Sicherstellung der Kommunikation.


Credit: UNICEF
Credit: UNICEF

Drei Fähigkeiten sind von besonderer Bedeutung

Konkret könnten Drohnen dann im Fall einer Naturkatastrophe Bilder aus der Luft liefern, damit die Retter sich einen genauen Überblick verschaffen können. Zusätzlich wären weitere Drohnen in der Lage ein WLAN-Signal zu etablieren und so die Kommunikation sicherzustellen. Abschließend kämen dann Hilfsflüge in Betracht, bei denen die unbemannten Flieger beispielsweise Medikamente oder dringend benötigte Chemikalien in für Autos unerreichbare Gebiete bringen. Der Einsatz in Katastrophenfällen ist aber natürlich nur das extremste Beispiel. Die im Testkorridor entwickelten Fähigkeiten können selbstverständlich auch sonst zum Einsatz kommen – etwa um Blutproben ins Labor zu fliegen.

Das erste Drohnen-Testgebiet in ganz Afrika

Der Testkorridor ist rund vierzig Kilometer lang, 500 Meter hoch und verläuft über ein eher unzugängliches Gelände. Er soll sowohl privaten Unternehmen als auch Universitäten und anderen relevanten Organisationen zur Verfügung stehen. Es handelt sich um die erste Einrichtung dieser Art in ganz Afrika. Als Partner für das Projekt konnte die malawische Regierung die Hilfsorganisation UNICEF gewinnen. Deren Experten sollen beurteilen, inwiefern die getesteten Drohnenfunktionen tatsächlich sinnvoll sind – und im Idealfall dann auch gleich vertragliche Vereinbarungen über den Einsatz im Notfall abschließen. Bei UNICEF dabei natürlich besonders im Fokus: Die schnelle und effiziente Hilfe für Kinder in Not.


Via: UNICEF

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