Der Mars ist das nächste logische Ziel der bemannten Raumfahrt. Erstaunlich lange allerdings wurde dieses Thema von den internationalen Raumfahrtorganisationen eher stiefmütterlich behandelt. Erst in den letzten Jahren rückte die Vision einer Marsmission auch in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Bevor sich allerdings tatsächlich Menschen auf den Weg zum roten Planet machen können, ist zunächst noch einiges an Grundlagenforschung zu leisten. Neben technischen Entwicklungen ist dabei vor allem der Faktor Mensch von Bedeutung. Wie reagieren die Astronauten, wenn sie für mehrere Monate unter extremen Bedingungen auf engstem Raum zusammenleben müssen?


Mars
Foto: Mars, Moyan Brenn, Flickr, CC BY-SA 2.0

An schlechten Tagen gibt es keine Fluchtmöglichkeiten

Einen Beitrag zur Lösung dieser Frage versuchte nun eine Studie der NASA zu liefern. Dafür zogen sechs Wissenschaftler für acht Monate in eine Simulationskuppel auf einem ruhenden Vulkan auf Hawaii. Währenddessen wurden ihre sozialen Interaktionen und ihr Gemütszustand regelmäßig von den NASA-Fachleuten überwacht. „Wenn du einen guten Tag hast, ist alles prima, dann ist es spaßig. Du hast Freunde um dich herum, mit denen du die Freude eines guten Tages teilen kannst. Aber wenn du einen schlechten Tag hast, ist es wirklich hart in solch einer eingeschränkten Umgebung zu leben“, berichtet Jocelyn Dunn, eigentlich Doktorandin an der Purdue University und Teilnehmerin des Experiments, von ihren Erfahrungen.

Yogastunden sollen zur Ausgeglichenheit beitragen

Die Möglichkeiten sich abzulenken, waren vergleichsweise begrenzt. So standen zwar jeweils ein solarbetriebenes Laufband und ein stationäres Bike zur Verfügung. Diese konnten aber immer nur für wenige Stunden am Nachmittag genutzt werden. Auch dabei mussten die Probanden selbstverständlich den eher unpraktischen Raumanzug tragen. Ansonsten sollten Gruppen Workouts und Yogastunden Depressionen und Lagerkoller verhindern. Mit den Ergebnissen der Studie möchte die NASA nun Strategien entwickeln, um die Astronauten auch während einer langandauernden Marsreise bei Laune zu halten.


Erst vor kurzem hatte die Italienerin Samantha Cristoforetti 194 Tage und 18 Stunden im Weltraum verbracht und damit einen neuen Rekord für den Langzeitaufenthalt einer Frau im All aufgestellt.

Via: Independent.ie

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