Harald Gerhard ist auch bei Dunkelheit gerne mit dem Fahrrad unterwegs. Vor einigen Jahren wäre ihm das fast zum Verhängnis geworden: Ein Autofahrer übersah den heute 69-Jährigen. Erst in letzter Sekunde konnte eine möglicherweise folgenschwere Kollision vermieden werden. Anschließend tüftelte der Unternehmensgründer an einer Lösung, um solche Gefahren zukünftig frühzeitig zu bannen.


Das Ergebnis: Der Blinkerhandschuh. Dieser besitzt an der oberen Seite des Zeigefingers jeweils zwei LED-Lichter. Mit diesen kann der Radfahrer auch in der Dunkelheit problemlos ein Handzeichen geben, wenn er abbiegen möchte. Das Motto der Firma: „Blinker an der Hand – Gefahr gebannt“. Mit diesem Vorteil wird nun auch in der Höhle der Löwen um ein Investment geworben.

Foto: Bernd-Michael Maurer / Vox

Der Gobl Gürtel hatte eine ähnliche Grundidee wie der Blinkerhandschuh

Inzwischen gibt es den Blinkerhandschuh bereits in drei unterschiedlichen Modellen. Auch die Farbe und Größe lässt sich jeweils variieren. Einen besonderen Clou gibt es für Firmenkunden. Diese können auf der Rückseite des Handschuhs ihr Firmenlogo anbringen lassen – und diese dann beispielsweise an ihre Mitarbeiter ausgeben oder als Zubehör für das Dienstfahrrad bereitstellen. Dies erinnert ein wenig an die Historie der Höhle der Löwen. Denn in der ersten Staffel investierten Vural Öger und Judith Williams in den Gobl Gürtel, der ebenfalls die Sicherheit von Fahrradfahrern bei schlechten Lichtverhältnissen erhöhen sollte. Ihre Idee damals: Die Gürtel an Kunden verschenken und so dauerhaft in Erinnerung bleiben.

Auch Inlineskater und Skateboarder gehören zur Zielgruppe

Harald Gerhard hat mit dem Blinkerhandschuh aber nicht ausschließlich Radfahrer als potentielle Zielgruppe im Visier. Vielmehr will er auch Schulkinder, Inlineskater und Skateboard-Fahrer für den Kauf des Produkts begeistern. Um dafür ausreichend Kapital und Expertise zu erhalten, begibt sich der Unternehmensgründer nun in die Höhle der Löwen. Dort bietet er zwanzig Prozent seines Unternehmens an und verlangt dafür 80.000 Euro. Die Löwen dürfte dabei vor allem interessieren, was die Herstellung des Blinkerhandschuh kostet. Denn nur so kann kalkuliert werden, ob sich das Geschäft bei einem Verkaufspreis von aktuell 29,90 Euro tatsächlich rechnet. Insbesondere Ralf Dümmel dürfte sich diese Zahlen ganz genau anschauen.


Die Thematik hat Tradition in „Die Höhle der Löwen“

Das Thema Verkehrssicherheit begeisterte einst sogar alle Löwen auf einmal: In die Mütze „Twinkle Kids“ investierten schließlich Vural Öger, Frank Thelen und Judith Williams. Lencke Wischhusen und Jochen Schweizer gingen hingegen leer aus. So zumindest sah es in der Sendung damals aus. Später wurde das Investment hingegen durch einen einfachen Kredit ersetzt. Die Anekdote zeigt aber, dass mit der Thematik in der Höhle der Löwen durchaus gepunktet werden kann – wenn denn das Produkt gut ist. Genau dies wird der Erfinder des Blinkerhandschuh bei seinem Pitch unter Beweis stellen müssen. Dann sollte einem Investment eigentlich nichts im Wege stehen.

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1 Kommentar

  1. Gerhard Schmitz

    8. November 2017 at 09:11

    Für die Radfahrer werden so viele Gedanken unternommen. Kein Mensch erwähnt die Rüpelhafte Fahrweise der Radfahrer auf dem „Bürgersteig“ Das Fahren ist Illegal und Gefährden in hohem Maß Kinder und ältere Menschen.

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