Das mexikanische Stromnetz ist grundsätzlich teuer und ineffizient. Ärmere Haushalte erhalten deshalb Zuschüsse, damit sie die monatliche Rechnung bezahlen können. Diese Subventionen werden allerdings über höhere Stromrechnungen für alle anderen Kunden finanziert. Mexiko gehört daher zu den Ländern mit den höchsten Strom- und Energiekosten weltweit. Gerade in den heißen Sommermonaten, wenn Klimaanlagen und Ventilatoren betrieben werden müssen, haben viele Haushalte daher mit exorbitant hohen Rechnungen zu kämpfen. Da liegt der Schluss nahe, die Energie der Sonne zu nutzen, um günstigen und sauberen Strom zu produzieren. Genau dies ist auch die Idee des Startups „Bright“.


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Private Investoren finanzieren Installation

Die Firma hat dabei den Markt analysiert und erkannt, dass die hohen Investitionskosten zu Beginn, viele davon abschrecken, Solarpanels bei sich zu installieren. Genau da setzt das Konzept von „Bright“ dann auch an: Die Firma sammelt Geld von privaten Investoren ein und finanziert damit die Installation der Panels. Damit ähnelt das Konzept ein wenig dem Geschäftsmodell des US-Startups CloudSolar. Als Standort für die Panels werden dann die Dächer von Privathäusern genutzt. Die Besitzer können den Strom der Solarmodule anschließend nutzen und so ihre Energierechnung senken. Im Gegenzug müssen sie allerdings einen monatlichen Mietpreis an „Bright“ zahlen. Dieser wird dann zwischen Unternehmen und Investor geteilt.


Software soll unzuverlässige Kunden herausfiltern

Das Konzept klingt schlüssig, hat aber einen Haken: Die Kalkulation geht nur auf, wenn die Hausbesitzer auch monatlich ihre Mietgebühr bezahlen. Denn „Bright“ geht bei jeder Installation in Vorleistung und fährt Verluste ein, wenn ein Modul wegen ausbleibender Zahlungen wieder abgebaut werden muss. Damit dies nicht passiert, ist eine Software im Einsatz, die verschiedene Datensätze auswertet und so solvente und zuverlässige Hausbesitzer erkennen soll. Momentan installiert „Bright“ im Schnitt ein neues Modul pro Tag. Zukünftig soll dieser Wert allerdings auf bis zu 50 Panels täglich steigen.

Quelle: TechCrunch

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