Microflow: Gibt es bald einen „Tricorder“ wie in Star Trek?

Die Fähigkeiten des echten Tricorder aus Star Trek können leider nicht alle umgesetzt werden, dennoch wird in Zukunft eine ähnliche Technologie auf der Internationalen Raumstation ISS getestet. Sollte das Gerät auch auf der Erde eingesetzt werden, wird der sogenannte Microflow Instant-Diagnosen ermöglichen. Der Microflow ist ein Strömungszytometer der Zellen auf Krankheiten untersucht. Blut vom Patienten wird abgenommen und durch einen Laser analysiert. Durch die Diagnose in Echtzeit können in 10 Minuten Infektionen, Blutzellen, Stress oder sogar Krebs erkannt werden.

Verwenden wir in Zukunft Star Trek Geräte im Gesundheitsbereich?

Wartezeiten beim Arzt verkürzen sich

Durch die Möglichkeit einer so schnellen Diagnose, verkürzt sich natürlich die Wartezeit beim Arzt und auch die Arztbesuche selber. Die Technologie gibt es schon seit den 1950er Jahren, allerdings wurden die Geräte aufgrund ihrer Größe bald in die Labors verdrängt. Wissenschaftler am Canada National Optics Institute (INO) haben die Größe nun auf ein Minimum reduziert. Der Microflow wiegt nur noch 10kg und hat die Größe eines Tosters.

Schwierigkeit der Schwerelosigkeit im All

Durch die Schwerelosigkeit im All musste ein Weg gefunden werden, um den Flüssigkeitsstrom gleichmäßig und fokussiert zu halten. Die Flüssigkeit wurde also in einer Glasfaservorrichtung aufbewahrt und analysiert. Anschließend wurden die gewonnenen Informationen auf einen USB geladen um die Analyse durchzuführen. Im Dezember 2012 wird der Microflow zur ISS gebracht und ausprobiert. Falls alles funktioniert wie geplant, wird er sicherlich bald auch auf der Erde eingesetzt.

So funktioniert der Microflow

Quelle: gizmag.com