Krebs ist nach wie vor eine der Top-Todesursachen in Industrienationen. Weltweit arbeiten Forscher daran, eine universelle Methode zur Heilung der diversen Krebsarten zu finden. Nun kommt ein Beitrag aus einer etwas unerwarteten Ecke: In einem von Microsoft finanzierten Labor arbeit ein Team von Computerwissenschaftler, Programmierern Ingenieuren und anderen Experten daran, einen Virus zu entwickeln, der Krebszellen auffinden und töten soll. Sie gehen davon aus, innerhalb von 5-10 Jahren erfolgreich sein zu können.


Foto:  Non-small Cell Carcinoma of the Lung, FNA, Ed Uthman, Flickr, CC BY-SA 2.0
Foto: Non-small Cell Carcinoma of the Lung, FNA, Ed Uthman, Flickr, CC BY-SA 2.0

Umprogrammierte Zellen gegen Krebs

Die Wissenschaftler arbeiten an einer Möglichkeit, Zellen so umzuprogrammieren, dass sie gegen Krankheiten wie Krebs kämpfen können. „I think it’s a very natural thing for Microsoft to be looking at because we have tremendous expertise in computer science and what is going on in cancer is a computational problem„, so Chris Bishop, der Labordirektor von Microsoft Research. Um ihr Ziel zu erreichen, wollen die Forscher einen DNA-Computer entwickeln, der in menschlichen Zellen lebt und Fehlentwicklung wie bösartige Mutationen erkennt. Wenn dies der Fall ist, würde der DNA-Computer die Zelle sozusagen „neu starten“.

Verschiedene Projekte sollen den Kamp gegen Krebs unterstützen

Microsoft gelang es bereits, ein Programm zu entwickeln, das das Verhalten einer gesunden Zelle simuliert. Durch den Vergleich mit dem Verhalten kranker Zellen lassen sich krankhafte Vorgänge besser erkennen und analysieren. Aus den Erkenntnissen können Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie man die zugrunde liegenden Fehler wieder repariert.


If we are able to control and regulate cancer then it becomes like any chronic disease and then the problem is solved„, erklärt Dr. Jasmin Fisher von der Cambridge University.

Neben dem Programm zur Umprogrammierung von Zellen arbeiten die Forscher in Microsofts Labor noch an drei anderen Projekten:

  • Eine neue Scanmethode, die auf maschinellem Lernen und Computeranalyse basiert, soll Tumore besser erkennen können.
  • Ein System zur besseren Katalogisierung von Patientendaten soll es ermöglichen, bessere, individuell abgestimmte Behandlungspläne zu erstellen. Das System macht sich ebenfalls maschinelles Lernen und Sprach-Processing zunutze.
  • Fortgeschrittene Algorithmen sollen das Verständnis der Entwicklung von Krebs verbessern und bei der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden helfen.

“I think for some of the cancers five years, but definitely within a decade. Then we will probably have a century free of cancer“, glaubt Fisher. Jedoch steckt das Forschungsprojekt noch in den Kinderschuhen. Ob es tatsächlich zu Ergebnissen führt, bleibt abzuwarten.

via TechCrunch

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