Seit dem 01. Januar ist auch in Kalifornien der Konsum von Cannabis vollständig legalisiert. Zuvor konnte der Wirkstoff zwar ebenfalls bereits legal erworben werden – allerdings nur zu medizinischen Zwecken und mit einem ärztlichen Attest. Seit diesem Jahr fällt diese Hürde weg: Jeder Einwohner über 21 Jahren kann nun 28,3 Gramm Cannabis kaufen und bis zu sechs Pflanzen selbst anbauen. Ganz uneigennützig ist der US-Bundesstaat bei der Legalisierung allerdings nicht vorgegangen. Denn beim legalen Cannabis-Handel werden Steuern in Höhe von bis zu 35 Prozent fällig. Nicht nur deshalb ist die Legalisierung aus Sicht der Unternehmensberatung Arcview aus wirtschaftlicher Sicht eine gute Idee. Vielmehr sorge die Maßnahme für steigende Steuereinnahmen und schaffe zusätzliche Arbeitsplätze, so die Analysten.


Ein medizinischer Grund ist für den legalen Konsum in Kalifornien zukünftig nicht mehr nötig.

Der Finanzminister freut sich über Mehreinnahmen in Milliardenhöhe

Bis zum Jahr 2021 ergeben sich demnach positive wirtschaftliche Effekte in Höhe von vierzig Milliarden Dollar. Alleine in Kalifornien sollen in der Cannabis-Industrie 100.000 neue Jobs entstehen. Landesweit erscheint sogar ein Wert von 400.000 neuen Arbeitsplätzen realistisch. Der Finanzminister des Bundesstaats darf sich aber auch direkt freuen: Alleine in den nächsten drei Jahren werden zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von vier Milliarden Dollar prognostiziert. In den nächsten Jahren dürfte sich zudem eine Trendwende vollziehen. Denn aktuell wird offiziell noch mehr Cannabis aus medizinischen Gründen konsumiert als aus reinen Gründen des Genusses. Mit der Legalisierung im bevölkerungsreichen Kalifornien dürfte sich dies allerdings mittelfristig ändern.

Die Kommunen können den Handel auf ihrem Gebiet untersagen

Die Cannabis-Legalisierung in Kalifornien ist allerdings mit einigen Auflagen verbunden. Verkaufen darf den Wirkstoff nur, wer eine Lizenz des Bundesstaates und der lokalen Behörden vorweisen kann. Außerdem gibt es strenge Vorschriften in Sachen Jugendschutz. Ein Recht auf den legalen Handel mit Cannabis gibt es zudem nicht: Einzelne Kommunen können den Verkauf auch weiterhin komplett untersagen oder zumindest eigene Auflagen erlassen. Genau dies führt aktuell zu Verzögerungen in Los Angeles und San Francisco. Dort verlangen die Behörden zusätzliche Nachweise der potentiellen Händler, sodass in den beiden Metropolen noch keine entsprechenden Läden eröffnet wurden. Neben Kalifornien haben bisher noch Colorado, Washington, Oregon, Alaska und Nevada Cannabis vollständig legalisiert.

Via: Globe


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