Solar City ist eigenen Angaben zufolge der größte Anbieter von Solarenergie in den Vereinigten Staaten und hat bereits eine vielzahl an Privathaushalten, Schulen und Behörden mit Solarmodulen ausgestattet. Gewinn hat die Firma dabei allerdings in der Regel nicht gemacht – was zuletzt auch die Aktionäre verärgerte: Noch im Jahr 2014 lag der Aktienkurs bei rund achtzig Dollar, zuletzt pendelter er um die Zwanzig-Dollar-Marke. Tesla-Chef Elon Musk sieht dies offensichtlich als gute Kaufgelegenheit: Der Elektroautoproduzent bietet rund 2,8 Milliarden Dollar, um die Solarfirma komplett zu übernehmen. Schon zuvor hatte Tesla in den Energiebereich investiert und hat inzwischen beispielsweise die „Powerwall“-Batterie für Privathaushalte im Angebot.


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Die Tesla-Aktie reagierte mit Verlusten auf die Pläne

Elon Musk, der bereits jetzt bei Tesla und Solar City jeweils rund zwanzig Prozent der Anteile besitzt, betonte daher, dass sich die beiden Unternehmen ideal ergänzen würden. Tatsächlich besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen Elektroautos und Öko-Energie. Denn Elektromotoren, die mit Kohlestrom betrieben werden, haben eine ausgesprochen schlechte Klimabilanz. Wer sich also einen teuren Tesla anschafft, um umweltbewusst zu fahren, dürfte ein großes Interesse daran haben, auch ausreichend mit Öko-Strom versorgt zu werden. Hier könnte Solar City das Angebot von Tesla sinnvoll ergänzen. Die bisherigen Tesla-Aktionäre sind von dieser Idee allerdings nicht wirklich angetan: Der Aktienkurs des Konzerns sank nach Bekanntgabe der Pläne um zwölf Prozent.


Solar City wurde von zwei Cousins von Musk gegründet

Elon Musk allerdings dürfte den Wert von Solar City mit am besten einschätzen können. Denn das Unternehmen wurde von zwei seiner Cousins gegründet. Er selbst ist aktuell Vorsitzender des Verwaltungsrats. Um einen Interessenskonflikt zu vermeiden, hat er sich daher der Stimme enthalten, als bei Tesla das Übernahmeangebot beschlossen wurde. In einer anschließenden Telefonkonferenz schwärmte er dann allerdings in höchsten Tönen von der geplanten Transaktion. Tesla und Solar City sind bei weitem nicht die einzigen Projekte, in die der umtriebige Musk involviert ist. Nebenbei ist er auch noch Vorstandvorsitzender des Raumfahrtunternehmens Space X und einer der größten Unterstützer der Hyperloop-Technologie.

Via: Arstechnica

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