Landminen sind extrem tückisch. Denn auch Jahre und Jahrzehnte nachdem der eigentliche Krieg vorüber ist, können sie noch detonieren und unschuldige Zivilisten töten. In vielen Ländern der Erde ist es daher teilweise noch immer lebensgefährlich, abseits der ausgewiesenen Straßen und Wege unterwegs zu sein. Die Räumung der Landminen ist dabei aktuell sehr zeitaufwendig, kostenintensiv – und vor allem nicht ganz ungefährlich. Ein Team findiger Entwickler hat daher nun eine Drohne entwickelt, die in der Lage sein soll, Landminen zu finden und dann gezielt zu sprengen. Der große Vorteil dabei: Menschen müssen das minenverseuchte Gebiet auf diese Weise nicht betreten.


Via: Kickstarter
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In zehn Jahren könnten alle Minen geräumt sein

Aber die Drohne soll auch noch weitere Vorteile mit sich bringen: So ist das Minenräumen aus der Luft – zumindest den Angaben der Erfinder zufolge – zwanzigmal schneller und 200-mal günstiger als bisher genutzte Methoden. Das Team hinter der Neuentwicklung hat daher ein faszinierendes Ziel ausgegeben: Durch den konsequenten Einsatz der Mine Kafon Drone könnte es gelingen, innerhalb der nächsten zehn Jahre sämtliche Landminen weltweit aufzuspüren und unschädlich zu machen. Ein durchaus ambitioniertes Ziel bedenkt man die Tatsache, dass Expertenschätzungen zufolge noch rund einhundert Millionen Landminen in ehemaligen und aktuellen Konfliktgebieten zu finden sind – und jährlich mehrere tausend Todesopfer fordern.

Die Entwickler suchen Unterstützung per Crowdfunding

Die nun entwickelte Drohne soll dabei zunächst in einer Höhe von rund vier Zentimetern über dem Boden fliegen. Mit Hilfe von Metalldetektoren spürt sie dann verdächtige Stellen auf und markiert diese auf einer virtuellen Landkarte. Anschließend wird die Drohne mit einem speziellen Roboterarm ausgestattet. Dieser platziert dann an den zuvor markierten Positionen jeweils eine kleine Sprengladung inklusive Zünder. Hat die Drohne sich dann in Sicherheit gebracht, werden die Zünder gezielt aktiviert und die Landminen so unschädlich gemacht. Um die Technik dabei flächendeckend zum Einsatz bringen zu können, werben die Entwickler aktuell auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter um Unterstützung.


Via: The Verge

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