Viele Länder haben sich individuelle Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen gesetzt. Auf der Weltklimakonferenz in Paris wurden diese dann zusammengesetzt und in eine große gemeinsame Verpflichtung umgewandelt. Einige Länder sind dabei bereits auf einem guten Weg ihre Ziele zu erreichen, andere haben noch die eine oder andere Kraftanstrengung vor sich. So weit wie die schottische Regierung dürften aber die wenigsten Länder sein. Denn Schottland hat bereits im Jahr 2014 die Klimaemissionen im Vergleich zum Referenzjahr 1990 um 46 Prozent gesenkt. Damit war man den eigenen Plänen weit voraus. Denn eigentlich war bis zum Jahr 2020 lediglich eine Reduktion um 42 Prozent gefordert. Die Regierung will sich daher nun neue Ziele setzen.


Foto: Tom Hartley CC BY-ND 2.0
Foto: Tom Hartley CC BY-ND 2.0

Bis zum Jahr 2050 sollen die Emissionen um achtzig Prozent sinken

„Wir werden die Herausforderungen auch zukünftig erfolgreich meistern und der First Minister hat bereits bestätigt, dass die schottische Regierung plant, neue und ambitionierte Ziele für das Jahr 2020 zu verabschieden“, erklärte die schottische Ministerin für Klimaschutz Roseanna Cunningham. Ohnehin war das Jahr 2020 nie als Endpunkt der Klimaschutzbemühungen gedacht. Vielmehr setzte sich Schottland von Anfang an auch weitere Ziele. So ist aktuell vorgesehen, die Emissionen bis zum Jahr 2050 um achtzig Prozent zu senken. Auch dieses Ziel könnte nun aber früher als geplant erreicht werden. Besonders erfreulich für die Schotten: Sie waren in Sachen Klimaschutz damit deutlich erfolgreicher als der Rest Großbritanniens.

In einigen Bereichen gibt es noch massives Einsparungspotential

Warum genau die Zielmarke so früh erreicht wurde, ist allerdings umstritten. Tatsache ist, dass Schottland zu den weltweit führenden Nationen in Sachen Windenergie gehört. Die schottische Regierung führt den Rückgang im Jahr 2014 aber auch auf das Verhalten der Bürger des Landes zurück – die beispielsweise weniger Energie zum Heizen verbrauchten. sie sieht das Erreichen der Zielmarke daher auch als ein Zeichen, dass jeder Einzelne zum Erfolg in Sachen Klimaschutz beitragen kann. Umweltschutzgruppen merken allerdings an, dass in bestimmten Bereichen noch Nachholbedarf besteht. So sind die Emissionen im Transportgewerbe beispielsweise seit dem Jahr 1990 noch überhaupt nicht gesunken.


Via: Business Green

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.