Wie bei den meisten Karibikstaaten ist auch auf Kuba der Anteil der Erneuerbaren Energien noch vergleichsweise niedrig – und liegt aktuell bei gerade einmal vier Prozent. Interessanterweise wurde das Land trotzdem vor einiger Zeit von der Umweltschutzorganisation WWF zum nachhaltigsten Land der Welt ernannt. Dies lag vor allem daran, dass das Land seit dem Jahr 2004 ein ambitioniertes Energieeffizienzprogramm aufgelegt hat. Nun will die kubanische Regierung allerdings auch den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Angriff nehmen. Bei einem Besuch des deutschen Umweltstaatssekretärs Jochen Flasbarth wurde bekannt gegeben, dass bis zum Jahr 2030 der Anteil der nachhaltigen Energieproduktion auf 24 Prozent steigen soll. Dazu beitragen soll vor allem der Ausbau der Solar- und Windenergie sowie der Biomasse.


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Internationale Unterstützung für den Ausbau des Stromnetzes

Unterstützung erhält das Land dabei durch die Internationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums und der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). Neben der eigentlichen Produktion steht dabei vor allem der Ausbau und die Anpassung des Stromnetzes im Mittelpunkt. Denn schon heute wird auf Kuba oftmals Solarstrom eingesetzt, um abgelegene Häuser und Dörfer mit Strom zu versorgen. Diese Energie wird dann allerdings direkt vor Ort verbraucht. Deutlich anspruchsvoller ist es hingegen, den so produzierten Strom über die ganze Insel zu verteilen. Konkret ist dabei geplant jeweils 700 Megawatt an Kapazitäten bei Wind, Sonne und Biomasse aufzubauen – ohne dass dabei das Stromnetz insgesamt überlastet wird.


Kuba ist unmittelbar von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen

Kuba setzt mit dem nun geplanten Ausbau der Erneuerbaren Energien seine Verpflichtungen aus dem Weltklimavertrag von Paris um. Die Karibikinsel ist dabei von den Auswirkungen des Klimawandels bereits heute unmittelbar betroffen. Denn die Tabakbauern, die den Rohstoff für die berühmten Havanna-Zigarren anbauen, leiden immer stärker unter Wetterkapriolen. Dies wird für die Regierung auch deshalb zum Problem, weil der Export von Tabakprodukten zu den wichtigsten Devisenbringern des Landes gehört. Außerdem wird die Erderwärmung auch mit einer Zunahme an Wirbelstürmen in Verbindung gebracht – wovon Kuba auch immer wieder betroffen sein dürfte.

Via: Klimaretter

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1 Kommentar

  1. Christian Krippenstapel

    29. August 2016 at 14:28

    Wen kann man ansprechen, wenn man Kuba dabei helfen möchte?

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