Beim Thema Klimaschutz denken viele in erster Linie an die große Politik. Ganz falsch ist dies natürlich nicht: Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Weltgemeinschaft kann es gelingen, die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Doch Klimaschutz kann auch bereits im Kleinen beginnen. Wer die folgenden fünf Dinge beachtet, verbessert zumindest seine ganz persönliche Klimabilanz.


Erderwärmung
Foto: Global Warming. The Earth became the newest Waterworld., Andrea Della Adriano, Flickr, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode

1. Mobilität: Rad und Zug statt Auto und Flugzeug

Der Verkehrssektor hat in Deutschland in den vergangenen knapp dreißig Jahren seine Emissionen so gut wie gar nicht gesenkt. Dies liegt zum einen an fehlenden Innovationen, zum anderen aber auch daran, dass sich das Nutzungsverhalten nicht groß geändert hat. Dabei können in diesem Bereich enorme Einsparungen erzielt werden: Wer die zehn Kilometer zur Arbeit täglich mit dem Auto fährt, verursacht mehr als 600 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr. Muss das Auto doch einmal genutzt werden, können einige Tipps helfen, zumindest den Kraftstoffverbrauch zu senken. Auch Inlandsflüge sind aus Sicht des Klimas nicht zu empfehlen: Hier fallen pro Flug Emissionen im dreistelligen Kilobereich an.


2. Stromanbieter wechseln: Ökostrom muss nicht teuer sein

Der Strommarkt in Deutschland wurde bereits vor langem liberalisiert. Der Wechsel des Anbieters ist seitdem kein Problem mehr. Doch nicht nur im Preis unterscheiden sich die verschiedenen Angebote, sondern auch beim genutzten Energiemix. Ökostromanbieter bringen dabei zwei Vorteile mit sich: Die Stromproduktion erfolgt emissionsfrei und es wird Geld in den Bereich der Erneuerbaren Energien investiert. Preislich müssen sich die Ökostrom-Anbieter inzwischen zudem vor den konventionellen Angeboten nicht mehr verstecken.

3. Das Essen: Regional und Bio sind Trumpf

Inzwischen sind im Supermarkt Produkte aus aller Welt und zu jeder Jahreszeit zu finden. Lange Transportwege sorgen aber für unnötige Emissionen. Verdeutlichen lässt sich dies am Beispiel Spargel: Kommt dieser aus Chile liegen die verursachten Emissionen mehr als 250 Mal so hoch wie bei Spargel aus der Region. Außerdem gilt: Biologische Landwirtschaft ist in der Regel für weniger Emissionen verantwortlich als konventionelle. Und: Fleisch ist klimaschädlicher als Gemüse. Wie immer gilt aber auch: Wichtig ist vor allem eine ausgewogene Ernährung.

4. Im Haushalt: Energie und Geld sparen

Schon mit einigen wenigen Tricks kann die Stromrechnung im eigenen Haushalt massiv reduziert werden. Dazu gehören:

  • Geräte niemals länger im Stand-by-Betrieb lassen.
  • Wäsche in der Regel bei 30 Grad waschen.
  • Bei Neuanschaffungen auf die Energieeffizienz achten.
  • Nur so viel heizen wie nötig.
  • LED-Leuchten sind klimafreundlicher als klassische Glühbirnen.

5. Der Ablasshandel: Klimaemissionen ausgleichen

Natürlich sind die genannten Punkte lediglich zur Orientierung gedacht. Nur die wenigsten können und wollen sich sklavisch daran halten. Oftmals kann es aber Sinn machen, die verursachten Emissionen auszugleichen. Bei vielen Fluganbietern wird diese kostenpflichtige Option beispielsweise bei der Buchung angeboten. Von dem Geld werden dann Projekte unterstützt, durch die an anderer Stelle Emissionen eingespart werden können. Bei Anbietern wie atmosfair kann so jederzeit die gewünschte Menge an CO2-Emissionen kompensiert werden.

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