Aktuell dominieren bei Tesla vor allem die Probleme bei der Produktion des neuen Model 3 die Schlagzeilen. Inzwischen ist klar: Auch im ersten Quartal 2018 wird die Zielmarke von 5.000 Fahrzeugen pro Woche nicht erreicht werden. Zumindest in einem anderen Bereich gibt es nun aber gute Neuigkeiten zu vermelden: Die Produktion der Solardachziegeln ist erfolgreich angelaufen. Diese werden nun in großen Stückzahlen in der Tesla-Fabrik in Buffalo im US-Bundesstaat New York hergestellt. Die Fertigungsstätte wurde einst von der Firma Solar City errichtet und wurde im Zuge der Übernahme Teil des Tesla-Konzerns. Insgesamt sind dort inzwischen rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion verläuft zudem in Kooperation mit dem langjährigen Partner Panasonic.


Eines der ersten mit Solardachziegeln gedeckten Häuser. Foto: Tesla

Bisher bekamen nur hochrangige Tesla-Mitarbeiter ein Solardach

Die Solardachziegeln von Tesla wurden erstmals im Herbst 2016 der Öffentlichkeit präsentiert. Sie sollten zeigen, weshalb die nicht ganz preiswerte Übernahme von Solar City eine gute Idee ist. Seit Mai vergangenen Jahres können zudem Vorbestellungen aufgegeben werden. Dafür wird allerdings eine Anzahlung von 1.000 US-Dollar fällig. Eigentlich sollten die ersten Solardächer dann bereits im Sommer 2017 installiert werden. Doch bisher existieren nur rund ein Dutzend Exemplare – alle bei führenden Mitarbeitern des Konzerns. Den Angaben des Unternehmens zufolge handelt es sich um eine Art Pilotprogramm, bei dem die Solardachziegeln unter realen Bedingungen getestet werden. Inzwischen wurde bei den ersten Vorbestellern aber ebenfalls mit den Vorbereitungen für die Installation begonnen. Zeitnah soll also auch der erste echte Kunde sein Solardach bekommen.

Tesla bietet Solarstromlösungen aus einer Hand

Bisher hat Tesla nicht bekannt gegeben, wie viele Vorbestellungen für die neuen Solardachziegeln eingegangen sind. Es wurde lediglich berichtet, dass das Unternehmen Probleme hatte, ausreichend gut ausgebildete Handwerker für die Installation der Anlagen zu finden. In einer Beispielrechnung legte Tesla zudem dar, dass die innovativen Dachschindeln zwischen zehn und fünfzehn Prozent günstiger sind als eine konventionelle Abdeckung. Dies gilt allerdings nur, wenn man die Einnahmen durch den produzierten Strom mit einkalkuliert. Tesla ist damit nun in der Lage aus eigener Hand eine Möglichkeit zur Stromproduktion, zur Stromspeicherung – mit der sogenannten Powerwall – und zum Stromverbrauch anzubieten.

Via: Reuters


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3 Kommentare

  1. Olaf Barheine

    11. Januar 2018 at 13:13

    Innovativ? Solardachziegel habe ich doch schon vor Jahren von irgendeinem deutschen Hersteller gesehen. Leider nie wieder etwas davon gehört.

  2. Elvio Garbin

    12. Januar 2018 at 18:01

    endlich jemand etwas tuht. frage woher kommt das riese Kpital

  3. Andre

    20. Februar 2018 at 16:06

    Olaf ich bin sehr gespannt auf die Solarziegel. Wird zwar bestimmt noch 10 Jahre brauchen bis es die bei uns in Deutschland gibt, aber ein ganzes Dach das Strom produziert ist schon genial. Mit der passenden Speichertechnik super um den Strom selbst zu verbrauchen.

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