Einkaufen, das hat in der modernen Welt zwei ganz verschiedene Seiten: Zuerst einmal wäre da der rein praktische Vorgang, das regelmäßige Beschaffen aller Dinge des täglichen Bedarfs, das möglichst zügig und preiswert vonstattengehen soll. Und als Zweites suchen die meisten Menschen auch immer wieder mal nach einem echten Shopping-Erlebnis, mit Muße und Genuss. Der sogenannte »Local Commerce« kann beides liefern – und sichert sich damit vielleicht eine lohnenswerte Nische.


Nicht nur der virtuelle Einkaufswagen gewinnt an Bedeutung, auch das reale Shoppingerlebnis weckt wieder Begierden. / By Raidarmax (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Analoge Einkaufserlebnisse gewinnen an Bedeutung – theoretisch

Wer kennt sie nicht, diese leerstehenden Geschäfte in der Innenstadt, in denen sich nichts mehr regt? Inzwischen kaufen so viele Menschen auf digitalem Wege ein, dass ein Laden nach dem anderen schließt. Doch ein Gegentrend macht sich bemerkbar: Laut einer QVC-Zukunftsstudie sollen für 77 % der Deutschen analoge Einkaufserlebnisse an Wichtigkeit gewinnen, je mehr sie virtuell shoppen gehen. Klingt paradox, doch ist es wiederum nicht ungewöhnlich, dass jede Bewegung eine Gegenbewegung auslöst. Der Local Commerce setzt aktuell noch darauf, eher mit dem Strom zu schwimmen: Vor-Ort-Geschäfte beginnen damit, gemeinsam digitale Einkaufsportale aufzubauen und ihre Waren im Internet feilzubieten. Oftmals ist bei rechtzeitiger Bestellung die Lieferung am selben Tag mit inbegriffen, man befindet sich schließlich in direkter Nähe des Konsumenten. Dieser Service klingt verlockend und wird auch von so manchem Kunden dankbar angekommen – nur reicht das Ergebnis bislang noch nicht ganz aus, um als lohnenswertes Geschäftsmodell zu dienen. Da muss wohl noch etwas mehr kommen!

Ein echter Grundstein für eine Erfolgsgeschichte

Das Beispiel Günzburg ging aktuell durch die Medien, in der bayerischen Kreisstadt taten sich die lokalen Händler auf die genannte Art zusammen und gründeten ein Internetshopping-Portal. Eine wirklich gute Idee, die als echter Grundstein für eine Erfolgsgeschichte dienen kann! Addiert man noch die Möglichkeit für die potentiellen Kunden hinzu, das reale Geschäft bei Bedarf für ein hautnahes Shoppingerlebnis nutzen können, ergibt sich ein schönes Komplettpaket. Das digitale Einkaufsportal lässt sich auch wunderbar zur Vorab-Recherche nutzen, um anschließend genüsslich von Geschäft zu Geschäft zu schlendern und die ausgewählten Produkte einzusammeln. Zwischendurch noch Kaffee und Kuchen am Marktplatz, ein Schwätzchen an der Kasse und mit prall gefülltem Einkaufsbeutel ab nach Hause!


Kunden als Influencer in den sozialen Medien nutzen

Was noch nicht in dieser anregenden Mixtur enthalten ist, das ist die Wirkungskraft der sozialen Medien: Der Local Commerce muss seine Kunden als Influencer zu nutzen lernen, die von ihren Einkaufserlebnissen berichten, ihre Freude auf Facebook und Co. mit anderen teilen und – natürlich! – dem Account des jeweiligen Anbieters treu folgen, um die Posts zu liken und zu kommentieren. So bringen sich die Ladengeschäfte der Innenstädte endlich wieder ins Gespräch, und vielleicht wird aus unserem stillen Abschiedsschmerz, der die lokale Buchhandlung betrauert, doch noch eine Art Auferstehungsfreude!

Quelle: t3n.de

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