Das Startup Hyperloop One hatte in diesem Jahr mit einigen Veränderungen zu kämpfen. Ein Teil davon war allerdings absolut nicht positiver Natur. So wurde Unternehmenschef Shervin Pishevar von mehreren Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen. Er musste seine Tätigkeit daher ruhen lassen. Allerdings konnte das Unternehmen prominenten Ersatz gewinnen. Denn der Milliardär Richard Branson ist bei dem Unternehmen eingestiegen. Dies hatte im Wesentlichen drei Auswirkungen:


1. Der Name änderte sich von Hyperloop One zu Virgin Hyperloop One. Die Virgin-Gruppe gehört Branson und ist für dessen Reichtum verantwortlich.

2. Der Milliardär investierte 85 Millionen Dollar in das Hyperloop-Startup und sorgte so dafür, dass die Entwicklung weiter vorangetrieben werden konnte.


3. Inzwischen wurde Branson auch zum Chairman von Virgin Hyperloop One ernannt.

Bei der Rekordfahrt kam ein namenloser Prototyp der Transportkapsel zum Einsatz. Foto: Virgin Hyperloop One

Der Geschwindigkeitsrekord auf der eigenen Teststrecke

Tatsächlich scheint das Startup aktuell bei der Entwicklung des Hyperloops die Nase vorne zu haben. So hat das Unternehmen in der Nähe von Las Vegas eine Vakuumröhre für Testfahrten bauen lassen – den sogenannten Devloop. Das einzige andere Unternehmen mit einer bereits im Betrieb befindlichen Röhre ist SpaceX. Diese wurde aber in einem kleineren Maßstab gebaut und diente vor allem der Hyperloop-Challenge von Elon Musk. Virgin Hyperloop One konnte im Devloop nun einen neuen Rekordwerkt erzielen: Die Kapsel erreichte eine Geschwindigkeit von 387 Kilometern – nie zuvor wurde mit der Hyperloop-Technologie eine größere Geschwindigkeit erreicht.

Vor dem Unternehmen liegt noch ein weiter Weg

Geplant ist allerdings, dass die Transportkapseln später einmal Geschwindigkeiten von bis zu 1.200 Kilometern erreichen sollen. Von daher handelt es sich zwar um einen ersten beeindruckenden Erfolg, die Entwicklungsarbeit ist aber bei weitem noch nicht abgeschlossen. Allerdings ist die Fahrstrecke in der Teströhre naturgemäß begrenzt. Über längere Distanzen wäre die Technik wohl bereits in der Lage auch höhere Geschwindigkeiten als den jetzt erzielten Rekordwert zu erreichen. Möglich wird das enorme Tempo, weil Luftwiderstand und Reibung innerhalb der Vakuumröhre stark reduziert werden. Neben Virgin Hyperloop One arbeitet beispielsweise auch Hyperloop Transportation Technologies an der Umsetzung dieser Vision – und setzt dabei auf ein weltweites Team von Freiwilligen.

Via: New Atlas

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