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Mobile World Congress: Avast lockt Besucher in verdächtige WLAN-Hotspots

Aktuell sind viele Rechner in Deutschland vom Trojaner Locky befallen. Dessen Verbreitung beweist, dass auch die ältesten Tricks der Internetkriminellen noch immer funktionieren: Er wird per E-Mail-Anhang verschickt. Man sollte allerdings meinen, dass zumindest die Besucher des „Mobile World Congress“ in Barcelona, in Sachen IT-Sicherheit geschult sein sollten. Doch offenbar ist dem nicht wirklich so. Denn Avast, ein Hersteller von Antivirenprogrammen, hat auf der Messe kommentarlos WLAN-Hotspots eingerichtet und diese mit unverdächtigen Namen versehen. Tatsächlich nutzten mehr als 2000 Besucher die Möglichkeit im Internet zu surfen – und legten dabei dem Unternehmen ihr komplettes Surfverhalten offen. In diesem Fall blieb dies folgenlos, weil Avast die Daten nicht weiter nutzen wird.

Router

Foto: CanonG5 004, Marcelo Alves, Flickr, CC BY-SA 2.0

Die Hotspots bekamen unverdächtig klingende Namen

In den Händen der falschen Personen hätten die Daten allerdings durchaus Schaden anrichten können. Nach eigenen Angaben hätte Avast 63 Prozent der Nutzer zweifelsfrei identifizieren können – tat es dann aber nicht. Um die Nutzer in das WLAN-Netzwerk zu locken, wurden dabei bekannte Namen verwendet. So hießen die Hotspots beispielsweise Starbucks, Airport_Free_Wifi_AENA und MWC Free WiFi. Offensichtlich reichte dieser simple Trick bereits aus, um zahlreiche Besucher einer Mobilfunkmesse zu täuschen. Einige dürften allerdings auch unfreiwillig in das Netzwerk geraten sein: Denn wer schon einmal mit einem ungesicherten Starbucks-Hotspot gleichen namens verbunden war, dessen Smartphone verband sich auch automatisch mit dem Fake-Starbucks-Hotspot.

Apples iOs war das am häufigsten genutzte Betriebssystem

Mit Hilfe der durch die Hotspots gewonnen Daten konnte Avast zudem einige weitere interessante Erkenntnisse gewinnen: So waren Apple-Produkte bei den Besuchern überproportional oft vertreten. Während der Weltmarktanteil von Apples Smartphone-Betriebssystem iOS bei rund vierzehn Prozent liegt, waren es bei den Nutzern der Hotspots 50,1 Prozent. Bei Googles Betriebssystem Android hingegen war es logischerweise genau umgekehrt: Hier liegt der Weltmarktanteil bei mehr als achtzig Prozent, auf der Messe waren es aber nur 43,4 Prozent. Auch die Nutzung von Apps konnte analysiert werden. Demnach hatten 52,3 Prozent die Facebook-App installiert, Twitter hingegen kam nur auf magere 2,4 Prozent. Und nur jeder hundertste hatte eine Dating-App wie Tinder oder Badoo auf dem Smartphone.

Via: Extremetech

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