Bisher ist der Markt für mobile Zahlungssysteme, die es ermöglichen an der Kasse mit dem Smartphone zu zahlen, noch vergleichsweise klein. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens eMarketer kam es im vergangenen Jahr weltweit zu insgesamt 3,6 Milliarden solcher Zahlungsvorgänge. Damit ist das mobile Bezahlen noch weit davon entfernt, der klassischen Kartenzahlung ernsthaft Konkurrenz zu machen. Die Wachstumszahlen sind allerdings nicht zu verachten: Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte sich die Anzahl der mit dem Handy getätigten Zahlvorgänge beinahe. Deutlicher Marktführer ist dabei bisher Apple Pay – nun arbeitet aber auch Google an einer Neuentwicklung.


Apple Pay

Google will Apples Marktführerschaft angreifen

Zwar hat der Suchmaschinenkonzern mit Google Wallet bereits ein eigenes Bezahlsystem aufgebaut. Dieses ist aber nicht so komfortabel wie Apple Pay und wird dementsprechend auch deutlich seltener genutzt. Unter dem Namen Plaso tüfteln die Entwickler des Unternehmens deswegen an einem neuen System, dass langfristig die Marktführerschaft von Apple Pay angreifen soll. In Fachkreisen wird zudem spekuliert, dass Google dabei mit dem Startup Square zusammenarbeiten könnte. Square hat eine App entwickelt, mit der auch kleine Unternehmen Kreditkarten und andere Kartenzahlungen akzeptieren können. Das Unternehmen besitzt also jede Menge Erfahrung im Bereich des Zahlungsverkehrs.


Apple Pay bedroht auch Squares Geschäftsmodell

Sollte sich Apple Pay allerdings weiter verbreiten und das bargeldlose Bezahlen mit dem Smartphone zum Standard werden, wäre auch das Geschäftsmodell von Square in Gefahr. Es erscheint daher nicht unlogisch, dass sich das Startup mit Google zusammentuen wird, um frühzeitig auch den Markt für mobile Bezahlungssysteme zu erobern. Wie genau sich allerdings die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen darstellen wird und welche Funktionen Google Plaso erhalten soll, ist allerdings noch nicht bekannt. Google scheint allerdings nicht bereit zu sein, den Markt für mobile Zahlungssysteme Apple kampflos zu überlassen.

Quelle: Bloombergview

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