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Möglicher Biomarker: Mäuse können Alzheimer im Urin erschnüffeln

So genannte Biomarker können zur einfachen Diagnose von Krankheiten dienen. Zuletzt berichteten wir über zwei Verfahren, bei denen mit Hilfe solcher Biomarker Krebserkrankungen im Blut beziehungsweise im Atem nachgewiesen werden sollen. In diesen Fällen ist der entsprechende Marker bereits bekannt, es muss nur noch eine Methode gefunden werden, diesen zuverlässig zu diagnostizieren. Bei Alzheimer ist die Wissenschaft allerdings noch nicht ganz so weit. Hier sucht man noch immer nach einem Indikator, der auf die Krankheit hinweist, bevor die bekannten Symptome ausbrechen. Ein Test mit Mäusen macht nun Hoffnung. Diese konnten bestimmte alzheimertypische genetische Veränderungen im Urin ihrer Artgenossen erschnüffeln.

Free Stock - Wissenschaftlern ist es gelungen das Leben einer Maus zu verlängern

Ein Inhaltsstoff fand sich nur im Urin der genveränderten Mäuse

Konkret veränderten die Forscher bei einigen Mäusen drei für die Alzheimererkrankung charakteristische Gene. Anschließend beschnüffelte eine besonders geruchsstarke Maus verschiedene Urinproben der Testmäuse und von einer Kontrollgruppe. Das Ergebnis: In immerhin 84 Prozent der Fälle verharrte die Maus länger beim Urin der genveränderten Mäuse. Ein Wert, der deutlich über der durch Zufall zu erklärenden Schwelle liegt. Tatsächlich fanden die Forscher dann den Inhaltsstoffe 1-octen-3-ol, der nur im Urin der Alzheimermäuse vorhanden war. Weitere Forschungen sollen nun zeigen, ob dieser Inhaltsstoff eventuell als Biomarker zum Nachweis einer Alzheimererkrankung dienen kann.

Frühzeitiger Therapiebeginn kann den Auftritt der Symptome verzögern

Bis zu einer zuverlässigen Testmethode beim Menschen dürften allerdings noch einige Jahre ins Land ziehen. Denn selbst wenn sich 1-octen-3-ol bei Mäusen als zuverlässiger Indikator erweist, steht noch nicht fest, dass dies auch bei menschlichen Alzheimerpatienten so ist. Entsprechende Tests beim Menschen durchzuführen ist aber ungleich schwieriger. Sollte es aber in der Zukunft tatsächlich gelingen, einen solchen Frühindikator zu benennen, brächte das für viele Menschen enorme Vorteile mit sich. Denn die Ärzte könnten dann frühzeitig mit der Behandlung der Krankheit beginnen und so deren Fortschritt verlangsamen. Je früher dabei mit der Therapie begonnen werden kann, desto länger ist es möglich, das Auftreten der schlimmsten Symptome hinauszuzögern.

Via: Popsci

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