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Monopole: Die Straßenbeleuchtung wird zum Solarkraftwerk

Die Idee, Straßenlaternen mit Solarenergie zu betreiben, ist keineswegs neu. So hat zuletzt Las Vegas mit einem Konzept für Aufsehen gesorgt, bei dem Sonnen- und Bewegungsenergie für die Beleuchtung der Straßen genutzt wird. Die britische Stadt London hat zudem angekündigt, in Zukunft auf eine emissionsfreie öffentliche Beleuchtung setzen zu wollen. Dies bedeutet, dass nicht nur die benötigte Energie auf saubere Weise gewonnen werden muss, sondern auch die Emissionen für die Produktion und Wartung an anderer Stelle eingespart werden müssen. Das dänische Unternehmen Scotia hat dafür eine Lösung entwickelt: Es macht aus den Straßenlaternen kleine Kraftwerke, die Solarenergie ins öffentliche Netz einspeisen.

Alleine in Großbritannien könnten vier TWh an Energie gewonnen werden

Bisher funktionieren Solarstraßenlampen nach einem recht simplen Prinzip: Die am Tag gewonnene Energie wird in einer Batterie gespeichert und dann in der Nacht zur Beleuchtung der Straßen genutzt. Tatsächlich ist es aber möglich mit den Solarmodulen viel mehr Energie zu erzeugen als ausschließlich für die LED-Laternen benötigt wird. Diese kann dann ganz normal ins Stromnetz eingespeist werden. Der Effekt einer solchen Maßnahme wäre durchaus beachtlich: Würden alle sieben Millionen Straßenlaternen in Großbritannien entsprechend ausgerüstet, könnten pro Jahr vier Terrawattstunden saubere Energie produziert werden – wovon vierzig Prozent zur freien Verfügung stünden. Die Städten und Gemeinden würden dadurch alleine rund 300 Millionen Pfund an Energiekosten sparen.

Rund zwei Millionen Tonnen an CO2 Einsparungen sind möglich

Durch die Einspeisung der sauberen Energie in das öffentliche Netz könnte zudem eine nicht unerhebliche Menge an Klimaemissionen vermieden werden. Alleine in Großbritannien ließen sich so rund zwei Millionen Tonnen CO2 einsparen. Scotia hat das System dabei bereits bei drei Pilotprojekten in Riad, Kopenhagen und Abu Dhabi erfolgreich getestet. Nun hoffen die Unternehmenslenker zu Demonstrationszwecken zwei ihrer Straßenlaternen im Londoner Stadtteil Westminster aufstellen zu können. Können die Stadtväter dann von der Idee überzeugt werden, könnten die Monopole genannten Straßenlaternen dazu beitragen, London emissionsfrei zu beleuchten.

Via: Business Green

1 Kommentar

  1. David Kummer BGE

    Ich hatte schon mal etwas änliches vor.
    Lichtmast-Stromspeicher
    Strassenlaternen werden mit einem Speicher ausgerüstet, um Tagsüber den nötigen Strom zu speichern, den Sie Nachts benötigen.
    Lampenstärken 50-400W
    Speichergrößen 12-16h pro Laterne bzw zentraler Speicher, falls Masten zu wenig Platz im inneren bieten.
    Scheitert bei mir leider immer noch an den nötigen finanzellen Mitteln.
    Mal schaun ob es in London anders wird.

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