Wer sich gegen große finanzielle Risiken absichern möchte, schließt in der Regel eine Versicherung ab. Das Versicherungsunternehmen wiederum arbeitet mit einem Rückversicherer zusammen, um das Risiko zumindest teilweise auf mehrere Schultern zu verteilen. Ob eine bestimmte Gefahr versichert werden kann, hängt also oftmals nicht zuletzt vom Urteil der Rückversicherer ab. Das weltweit größte Unternehmen dieser Art sitzt in München und trägt den Namen Munich Re. Die Experten dort haben sich nun mit den Risiken einer komplett neuen Technologie auseinander gesetzt: Sie prüften, inwieweit sich das Konzept des Hyperloop in der Praxis realisieren lässt und ob die damit einhergehenden Risiken versichert werden können. Das Urteil der Fachleute: Zweimal ein eindeutiges ja.


Bild: HTT / JumpStartFund

Die Versicherungsfrage ist für den Erfolg der Technologie entscheidend

Diese Einschätzung ist durchaus von Bedeutung. Denn die am Hyperloop arbeitenden Unternehmen betonen immer wieder, dass die Technologie grundsätzlich einsatzbereit sei. Es fehle lediglich an staatlicher Regulierung und einer offiziellen Genehmigung für den Bau der ersten Strecke. Voraussetzung dafür ist allerdings auch, dass die Frage geklärt wird, wer für eventuell auftretende Schäden haftet. Durch die Zusammenarbeit mit Versicherungsgesellschaften könnte dieser Punkt vergleichsweise einfach geklärt werden. Das Startup Hyperloop Transportation Technologies (HTT) hat daher nun eine offizielle Kooperation mit der Munich Re geschlossen. In diesem Rahmen haben sich die Fachleute des Konzerns das Konzept der Firma genauer angeschaut und sind zu ihrer positiven Einschätzung gekommen.

HTT kooperiert mit Firmen und Fachleuten aus aller Welt

Die Zusammenarbeit geht aber noch deutlich weiter: Munich Re hat eigens ein Hyperloop-Team aufgebaut, das helfen soll, die Technologie endgültig marktreif zu machen. Über die finanziellen Details der Kooperation ist bisher nichts bekannt geworden. Für gewöhnlich gibt Hyperloop Transportation Technologies aber Unternehmensanteile an Unternehmen ab, die zur Umsetzung des Projekts beitragen. Die Aufgabe von Munich Re dürfte vor allem darin bestehen, innovative Versicherungslösungen zu entwickeln, um die Risiken der neuen Technologie adäquat und möglichst preiswert abzusichern. Bereits in der vergangenen Woche war zudem bekannt geworden, dass der bekannte Unternehmer Richard Branson als Investor bei der Konkurrenzfirma Hyperloop One eingestiegen ist – und diese nun Virgin Hyperloop One heißen wird.


Via: FAZ

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