myFC: Schwedische Firma präsentiert ein iPhone mit Brennstoffzelle statt Akku

Smartphones werden immer leistungsfähiger und schneller. Die Akkutechnologie kann mit dieser Entwicklung allerdings nicht immer Schritt halten. Was passiert, wenn die Akkus überfordert werden, musste Samsung beim Galaxyy Note 7 erfahren. Dort explodierte bei einigen Kunden die Smartphone-Batterie, sodass das Unternehmen einen Verkaufsstop verhängen musste. Einen komplett neuen Ansatz verfolgt daher das schwedische Startup myFC. Die Entwickler dort bauen keine Handys, sondern nehmen bereits auf dem Markt befindliche Modelle und ersetzen den Akku dort durch eine umweltfreundliche Brennstoffzelle. Der Vorteil dabei: Das Smartphone muss nicht mehr ans Stromnetz angeschlossen werden, sondern kann mit einer bestimmten Mischung aus Wasser und Salz geladen werden.

Foto: myFC

Die Ladekapazität ist noch eher dürftig

Dazu muss der Kunde sogenannte PowerCards kaufen, die an einer auf der Rückseite des Smartphones angebrachten Halterung zu befestigen sind. Ein Wechsel dieser Tankkarten ist dabei auch während des Betriebs problemlos möglich. Unklar ist allerdings noch, was eine solche Aufladung kosten soll. Ursprünglich war von Preisen zwischen einem und zwei Dollar die Rede. Inzwischen ist das Unternehmen wohl auf ein Abo-Modell für 4,90 Euro im Monat umgestiegen. Besonders leistungsfähig ist die Konstruktion zudem noch nicht: Eine Aufladung entspricht in etwa einem Drittel der Laufzeit einer normalen Akkuladung. Wer also länger unterwegs ist, muss gleich mehrere der 40 Gramm leichten PowerCards mitnehmen – dann kann er allerdings auch gleich eine Powerbank einpacken.

Der Verkaufsstart soll im nächsten Jahr erfolgen

Bisher hat myFC nur Prototypen eines umgebauten iPhone 7 und ähnlicher Smartphones präsentiert. Den Angaben des Unternehmens zufolge soll das Produkt aber schon innerhalb des nächsten Jahres die Marktreife erlangen. Bereits jetzt käuflich zu erwerben ist das externe Ladegerät JAQ, das ebenfalls auf einer integrierten Brennstoffzelle basiert. Dieses kann dann nicht nur zur Aufladung des Smartphones genutzt werden, sondern auch noch zahlreiche andere elektrische Geräte mit Strom versorgen – und ist daher vor allem für längere Trips ohne sichere Stromversorgung eine gute Alternative. Angst vor einer Explosion muss dabei niemand haben: Die Brennstoffzellen sind sogar für Flugreisen zugelassen.

Via: myFC