Die chinesische Regierung ist bei der Verhängung von Verboten wenig zimperlich. Zur Jahrtausendwende traf es beispielsweise die beliebten Spielekonsolen. Weil die Behörden fürchteten, diese hätten einen schlechten Einfluss auf die Entwicklung der chinesischen Jugend, wurde der Verkauf von Konsolen in China verboten. Das Ziel der Maßnahme wurde allerdings nicht wirklich erreicht. Stattdessen wichen die chinesischen Spieler auf den klassischen Computer aus. Heute ist der chinesische Markt für Computerspiele der größte der Welt. Die chinesischen Behörden haben sich daher nun zu einer Liberalisierung durchgerungen: Hersteller von Spielekonsolen, die sich offiziell registrieren lassen, dürfen ihre Geräte zukünftig in ganz China verkaufen.


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Die Hersteller dürfen sich auf neue Gewinne freuen

Für die Hersteller ist dies eine erfreuliche Nachricht. Denn auch bisher waren die beliebten Konsolen in China zwar erhältlich, allerdings nur auf dem Schwarzmarkt. Den größten Gewinn strichen so also nicht die Hersteller ein, sondern die Schmuggler und Händler. Dies dürfte sich zukünftig ändern. Eine Sprecherin des japanischen Konzerns Sony zeigte sich gegenüber dem US-Fernsehsender CNN Money dementsprechend erfreut: „Wir begrüßen diese Änderung. Wir bleiben dem Ziel verpflichtet, so vielen chinesischen Usern wie möglich, spaßige und aufregende Erfahrungen im Bereich der Konsolenspiele zu ermöglichen“, erklärte Sousuke Kamei. Auch Nintendo erklärte, den chinesischen Markt nun genauer unter die Lupe nehmen zu wollen.


Spiele müssen den Vorschriften entsprechen

Bereits im vergangenen Jahr war der Verkauf von Spielkonsolen innerhalb der Freihandelszone rund um Shanghai erlaubt worden – allerdings nur unter strengen Auflagen. Nun soll eine einmalig erteilte Lizenz ausreichen, um die Konsolen in China verkaufen und produzieren zu dürfen. Allerdings nur solange sich die Hersteller an die Regeln halten. Spiele, die die Grundsätze der chinesischen Führung in Frage stellen, sind auch weiterhin verboten. Auch der Internetzugang bleibt massiv eingeschränkt. Google, Facebook und Twitter können von den Konsolen aus nicht aufgerufen werden.

Via: Digital Journal

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