Bisher haben lediglich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion Gesteinsproben vom Mond auf die Erde gebracht. Im Rahmen der Apollo-Missionen der NASA waren dies rund 382 Kilogramm. Die Luna-Sonden der Sowjetunion wiederum sammelten 326 Gramm Gestein ein. Der letzte entsprechende Flug fand allerdings bereits vor 41 Jahren statt. Inzwischen hat aber China erhebliches Interesse an einer weiteren Erkundung des Erdtrabanten entwickelt. Um die dafür notwendigen Technologien in der Praxis zu testen, soll noch im November dieses Jahres eine chinesische Raumsonde zum Mond fliegen. Diese wird zwar noch unbemannt sein, soll vor Ort aber Gestein einsammeln und dieses sicher zur Erde zurückbringen. Zukünftig sind dann auch wieder bemannte Missionen geplant.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Der Ort der Landung ist nach einem deutschen Astronomen benannt

Für den Flug der ersten Sonde haben die chinesischen Wissenschaftler nun auch einen konkreten Landeort festgelegt: Das Gestein soll am Mons Rümker gesammelt werden. Dabei handelt es sich um einen rund siebzig Kilometer breiten Vulkanberg. Dieser ist nach dem deutschen Astronomen Karl Rümker benannt. Die Sonde Chang’e 5 wird aus insgesamt vier Modulen bestehen: Dem Startmodul, dem Orbiter, dem Landemodul und dem Rückkehrmodul. Lande- und Startmodul werden auf der Mondoberfläche landen, um dort die Gesteinsproben einzusammeln. Diese werden dann durch das Rückkehrmodul auf die Erde gebracht. Was hier dann mit den Proben geschehen soll, ist noch unklar. Die Proben aus den 1960er und 1970er Jahren sind teilweise bereits in Museen zu sehen.

In 15 bis 20 Jahren sollen wieder Menschen auf dem Mond stehen

Ohnehin dient die unbemannte Sonde vor allem dazu, die Leistungsfähigkeit der eigenen Technik unter Beweis zu stellen. Für die Zukunft sind dann deutlich ambitioniertere Projekte geplant. So will das Reich der Mitte zunächst die Rückseite des Mondes erforschen und sich dann den beiden Polen zuwenden. Erstmals seit den Apollo-Missionen der Amerikaner ist zudem auch geplant, wieder Menschen auf den Erdtrabanten zu bringen. Allerdings ist für dieses Vorhaben ein Zeitrahmen von 15 bis 20 Jahren eingeplant. Die notwendigen Gelder wurden zudem von den staatlichen Institutionen noch nicht freigegeben. Dies soll allerdings zeitnah geschehen.


Via: RT

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