Die Nutzung des Smartphones am Steuer vermindert die Aufmerksamkeit des Fahrers und kann schwerwiegende Folgen haben. Diese Erfahrung musste auch eine junge US-Amerikanerin machen, die – von ihrem Smartphone abgelenkt – einen Radfahrer übersah und diesen überfuhr. Dabei erlitt der Radfahrer tödliche Verletzungen, weshalb sich die junge Frau vor einem Gericht im US-Bundesstaat Michigan verantworten musste. Der zuständige Richter nahm der Angeklagten zwar ihre Reue ab, entschied sich aber dennoch zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Die Amerikanerin muss nicht nur Sozialarbeit leisten und Schmerzensgeld zahlen, sondern darf auch zwei Jahre lang kein Smartphone mehr besitzen oder benutzen.


Handy am Steuer

Smartphone-Nutzung ist ein widerrufbares Privileg

Die Smartphone-Sperre ist damit sogar länger als das ebenfalls verhängte Fahrverbot von einem Jahr. Der Richter begründete sein Verbot mit den Worten: „Ich glaube nicht, dass sie ein Recht hat, ein Handy zu besitzen. Ich denke, dass es sich um ein Privileg handelt.“ Zusätzlich muss die junge Frau mindestens zwanzig Fahrschulklassen besuchen und dort öffentlich über die Gefahren der Ablenkung durch Smartphones am Steuer sprechen. Diese beiden erzieherischen Maßnahmen ergänzen die eigentliche Strafe von mindestens 90 Tagen Gefängnis, 150 Sozialstunden und einer Geldstrafe von 1.500 Dollar. Hinzu kommt noch Schmerzensgeld in Höhe von 15.600 Dollar.


Überwachung des Verbots ist schwierig

Inwieweit das Smartphone-Verbot tatsächlich rechtens ist, ist unter Experten umstritten. Die in diesem Fall Betroffene scheint allerdings mit dem Urteil einverstanden zu sein. Nach Angaben ihres Anwalts ist es unwahrscheinlich, dass die junge Frau gegen das Urteil vorgehen wird. Bisher ist noch nicht ganz klar, ob und wie die Behörden die Einhaltung des Verbots überprüfen wollen. Theoretisch ist es denkbar, dass Beamte beispielsweise die Profile der Verurteilten in sozialen Netzwerken nach Status-Updates von mobilen Geräten überprüfen.

Via: Digitaltrends

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