In Schottland stehen die Ruinen eines alten Farmhauses aus dem 18. Jahrhundert, sie passen wunderbar in diese weite, wunderschöne Landschaft. Bewohnbar war das Gebäude lange Jahre nicht mehr, doch ein Architektenpaar hat es zu neuem Leben erweckt. Und das auf eine erstaunlich ästhetische Weise!


Überraschungspaket in einer 200 Jahre alten Ruine / Foto: Nathanael Dorent Architecture

Das Ruinen-Haus trägt jetzt den Namen »Ruin Studio«

Vor etwa 200 Jahre errichtete ein Farmer sein Häuschen aus Natursteinen inmitten der grasgrünen Highlands. Dabei vereinten sich eine wunderschöne natürliche Umgebung und ein urtümliches Haus zu einem malerischen Bild, das bis heute überdauert hat.

Auch wenn das alte Haus im Laufe der Jahre zerfallen ist: Der romantische Anblick ist geblieben, und dank der Architekten Nathanael Dorent und Lily Jencks lässt sich das Gebäude in neuer Form auch wieder komfortabel bewohnen. Die Reste der historischen Außenmauern sind stehengeblieben, sie dienen heute als Verpackung für ein futuristisches Eigenheim, das es wirklich in sich hat. Und einen eigenen Namen trägt das Ruinen-Haus inzwischen auch, es nennt sich »Ruin Studio«.


Hier treffen Historie und Zukunft aufeinander / Foto: Nathanael Dorent Architecture

Das Gebäude erreicht fast Passivhaus-Standard

Das Ruin Studio passt sich wie sein alter Vorgänger der schottischen Landschaft wunderbar an, doch seine Stromversorgung läuft ganz modern über eine Photovoltaikanlage. Außerdem ist es beinahe nach Passivhaus-Standard errichtet und besitzt eine hervorragend gedämmte Außenhaut. Als Verkleidung dient ein schwarzer Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, im Inneren überrascht das Haus mit geschwungenen, höhlenartigen Wänden in strahlendem Weiß. Durch die vielen Fenster fällt ganz viel Tageslicht herein und das tolle Landschaftspanorama lässt sich beinahe von jeder Position aus bewundern. Ob die Mauern mit all dem Kautschuk, Polystyrol und glasarmierten Kunststoff noch in irgendeiner Weise diffusionsfähig sind, bleibt offen. Ästhetisch wirkt das Ganze allemal, vor allem, weil sich die Oberflächen ständig verändern und stofflich abwechseln; sogar die Steinwände der Ruinen erscheinen teilweise im Inneren. Die Einrichtung ist minimalistisch in hell gestrichenem Holz gehalten, dynamisch geformte Bücherregale zieren den Flur. Das Äußere verrät hier absolut nicht, wie es im Inneren aussieht: ein Überraschungspaket mit Hingucker-Effekt!

Geschwungene Wände, dynamisch geformte Regale / Foto: Nathanael Dorent Architecture

Quelle: inhabitat.com

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