Kein Unternehmen der Welt verkauft mehr Bier als Anheuser-Busch InBev. Alleine in Deutschland gehören unter anderem die Marken Beck’s, Diebels, Franziskaner und Hasseröder zu dem belgischen Bierkonglomerat. Weltweit ist die Brauereigruppe mit mehr als 500 Marken in 140 Ländern aktiv und produzierte im Jahr 2016 433,9 Millionen Hektoliter Bier. Für die Produktion wird dabei logischerweise auch jede Menge Energie benötigt. Daher ist es durchaus als Meilenstein zu sehen, dass der Brauereikonzern nun angekündigt hat, ab dem Jahr 2025 komplett auf eine nachhaltige Energieversorgung umzustellen. Denn Anheuser-Busch besitzt auch viele Brauereien in Schwellen- und Entwicklungsländern und könnte dort die Erzeugung von nachhaltigem Strom massiv erhöhen.


Bild: Anheuser-Busch InBev

Der CO2-Ausstoß von rund 500.000 Autos kann eingespart werden

So schloss Anheuser-Busch InBev mit dem mexikanischen Energiekonzern Iberdrola einen Vertrag über die Lieferung von 490GWh sauberem Strom für die riesige Brauerei des Unternehmens in der Stadt Zacatecas ab. Experten gehen davon aus, dass alleine dieser Deal die Wind- und Solarkapazitäten Mexikos um rund fünf Prozent erhöht. Insgesamt kündigte der Brauereikonzern an, jährlich 6TWh Strom zukünftig aus Erneuerbaren Energien beziehen zu wollen. 75 bis 85 Prozent werden auf dem Markt zugekauft, während der Rest durch eigene Anlagen in unmittelbarer Nähe der Brauereien erzeugt wird. Der CO2 Fußabdruck des Unternehmens reduziert sich dadurch um etwa 30 Prozent. Die jährlichen Einsparungen entsprechen damit in etwa den Emissionswerten von 500.000 Autos auf den Straßen.

Die Idee kam von den Investoren des Konzerns

Anheuser-Busch ist damit bisher der Konzern mit dem höchsten Energieverbrauch, der sich der globalen RE100 Initiative angeschlossen hat. Diese will einflussreiche Unternehmen dazu bewegen, vollständig auf eine nachhaltige Energieversorgung umzusteigen. „Die fossilen Energieträger zurückzudrängen ist gut für die Umwelt und gut für unser Geschäft und wir haben uns verpflichtet, positive Veränderungen zu unterstützen. Wir haben die Möglichkeit eine führende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel einzunehmen, indem wir Energie auf nachhaltigere Art und Weise einkaufen“, kommentierte Carlos Brito, CEO von Anheuser-Busch InBev, die Entscheidung des Unternehmens. Anfang des Jahres hatten verschiedene Investoren des Brauereikonzerns die Unternehmensführung aufgefordert, über einen solchen Schritt nachzudenken.


Via: Business Green

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