Für den Anbau von Tequila wird eine Menge Gelduld benötigt. Denn zunächst muss die Agavepflanze mindestens sieben Jahre wachsen, bevor sie geerntet und geröstet werden kann. Anschließend werden die Pflanzensäfte extrahiert und destilliert. Übrig bleiben dann nur noch die trockenen Fasern der Pflanze. Bisher wissen die Tequila-Hersteller damit noch nicht so wirklich viel anzufangen. Der größte Teil der Abfälle landet schlicht auf dem Biomüll. Nun scheint der weltweit größte Tequilla-Hersteller Jose Cuervo allerdings eine bessere Lösung gefunden zu haben: Gemeinsam mit dem Autohersteller Ford möchte das Unternehmen aus den Fasern zukünftig einen Biokunststoff herstellen. Dieser soll dann für Kabelbäume und Verkleidungen im Inneren des Autos genutzt werden.


Via: Geek.com
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Der Tequila-Abfall reduziert den Bedarf an petrochemischen Produkten

Für die Nutzung im Fahrzeuginneren muss das neue Biomaterial dabei vor allem zwei Vorraussetzungen erfüllen: Es muss langlebig sein und darf die Optik des Innendesigns nicht stören. Nach einigen Tests ist Ford nun anscheinend überzeugt, dass der Kunststoff aus der Agavepflanze diese Ansprüche erfüllt. Zukünftig könnten die Überreste der Tequilla-Produktion dann dabei helfen, den Verbrauch von auf Erdöl basierenden Rohstoffen zu reduzieren. Ursprünglich wurden dabei in jedem Fahrzeug rund 200 Kilogramm an Kunststoffen verbaut. Inzwischen ist es Ford allerdings bereits gelungen, acht verschiedene Biomaterialien in den Produktionsprozess zu integrieren. Als Rohstoffe dienen dabei bisher Sojaschaum, Rizinusöl, Weizenstroh, Kenaffasern, Cellulose, Holz, Kokosfasern und Reiskornschalen.

Durch das neue Material reduziert sich das Gewicht des Autos

Die Reste der Agavepflanze aus der Tequila-Produktion könnten somit den nächsten Schritt auf diesem Weg bilden. Neben dem Vorteil, dass weniger petrochemische Produkte verwendet werden müssen, soll das neue Biomaterial zudem noch einen zweiten Beitrag in Sachen Umweltschutz leisten: Er soll das Gewicht des Autos verringern und so den Kraftstoffverbrauch reduzieren. Erweist sich das Material dann bei Ford als tauglich, ist natürlich auch der Einsatz in anderen Produkten denkbar. Zuletzt hatte Ford zudem mit zwei weiteren Umweltinitiativen für Aufsehen gesorgt: Zum einen kündigte das Unternehmen an, CO2 in Plastik und Schaumstoff zu verwandeln. Außerdem will der Konzern Milliarden in die Entwicklung umweltfreundlicher Elektroautos investieren.


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