In Zeiten von immer knapper werdenden Wasserressourcen gewinnt ein intelligentes Wassermanagement immer mehr an Bedeutung. Die Betreiber von Staudämmen beispielsweise müssen entscheiden, ob sie Wasser ablassen und die Turbinen zur Stromerzeugung in Gang setzen oder ob sie das Wasser lieber aufsparen. Verkompliziert wird die Lage oftmals durch verschiedene zwischenstaatliche Verträge, die eine gerechte Aufteilung des Wassers zum Ziel haben. Je genauer also die künftige Entwicklung des Wasserstands prognostiziert werden kann, desto besser. Im Westen der Vereinigten Staaten stammen bis zu 80 Prozent der Frischwasserreserven aus schneebedeckten Bergen. Die NASA hat nun eine Technik entwickelt, um deren Schmelze kalkulieren zu können.


By Wolf Wiggum (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
By Wolf Wiggum (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Abweichungen von weniger als zwei Prozent

Dabei kommt ein Flugzeug namens „Airborne Snow Observatory“ zum Einsatz. Damit werden die Schneemassen im Winter überflogen. Mit Hilfe von Laser wird dann die Dicke des Schnees vermessen. Außerdem wird geschaut, wie viele Sonnenstrahlen der Schnee reflektiert. Zusammen mit einigen vor Ort gesammelten Daten genügt dies, um vergleichsweise sicher zu prognostizieren, wann und in welcher Menge der Schnee schmelzen wird. Daraus wiederum lassen sich dann wichtige Rückschlüsse für das Wassermanagement ziehen. Erste Tests in den Jahren 2013 und 2014 zeigten dabei eine erstaunliche Treffgenauigkeit: Die tatsächliche Schneeschmelze wich nicht um mehr als zwei Prozent von der Prognose ab.

Technik hilft auch Überschwemmungen zu vermeiden

Zum Einsatz kam das System bisher im dürregeplagten Kalifornien und in Colorado. Die Kosten wurden dabei teilweise von den Bundesstaaten und den Regionen übernommen, einen Großteil trug aber auch noch die NASA. Genutzt werden die dabei gewonnenen Daten vor allem, um auf zukünftige Dürren besser vorbereitet zu sein. Eingesetzt werden kann die Technik aber auch im umgekehrten Fall: Wenn die prognostizierte Schneeschmelze große Wassermassen auf einmal befürchten lässt, können die Stauseen und Auffangbecken rechtzeitig Vorkehrungen treffen und so größere Überschwemmungen verhindern.


Via: Phys.org

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