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NASA eröffnet Abteilung zur Überwachung von für die Erde gefährlichen Himmelskörpern

Die meisten unserer Leser dürften sich an Filme wie Deep Impact oder Armageddon erinnern. Die darin portraitierte Gefahr der Kollision eines Kometen oder Asteroiden mit der Erde ist gar nicht so unrealistisch, wie man denken könnte. Auch bei der amerikanischen Weltraumbehörde NASA ist man sich solcher Gefahren bewusst und reagierte nun mit der Eröffnung des Planetary Defense Coordination Office (PDCO), dessen Aufgabe es ist, alle Projekte der NASA zu koordinieren, die sich mit der Überwachung von sowie dem Schutz vor sogenannten Near-Earth Objects (NEOs) beschäftigen.

Bild:  Comet ISON Streaks Toward the Sun, NASA Goddard Space Flight Center, Flickr, CC BY-SA 2.0

Bild: Comet ISON Streaks Toward the Sun, NASA Goddard Space Flight Center, Flickr, CC BY-SA 2.0

Gefahr aus dem All

Es gibt über 13.500 katalogisierte Objekte, die sich in einem Orbit in der Nähe der Erde befinden. Ihre Größe variiert von einem Durchmesser von einem Meter bis hin zu 32 Kilometer. Bei 69 dieser Objekte handelt es sich um Kometen, die restlichen sind Asteroiden. Die Wissenschaft ist sich sicher, inzwischen 90 Prozent aller Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer identifiziert zu haben. Jedoch dürfte es noch eine Vielzahl kleinerer Objekte geben, die bisher nicht katalogisiert wurden.

Asteroid detection, tracking and defense of our planet is something that NASA, its interagency partners, and the global community take very seriously. While there are no known impact threats at this time, the 2013 Chelyabinsk super-fireball and the recent ‘Halloween Asteroid’ close approach remind us of why we need to remain vigilant and keep our eyes to the sky”, so John Grunsfeld von NASAs Science Mission Directorate in Washington in einem Statement.

NASA will gewappnet sein

Die Abteilung soll alle Projekte koordinieren, die sich als zukünftige Bedrohung herausstellen könnten und dabei mit der Federal Emergency Management Agency, dem Department of Defense und internationalen Gegenstücken zusammenarbeiten. Das PDCO wird außerdem für Benachrichtigungen bezüglich dicht vorbeiziehender Himmelskörper und Warnungen vor möglicherweise gefährlichen Objekten zuständig sein.

The formal establishment of the Planetary Defense Coordination Office makes it evident that the agency is committed to perform a leadership role in national and international efforts for detection of these natural impact hazards, and to be engaged in planning if there is a need for planetary defense”, so Lindley Johnson, der das Büro leiten wird.

Das aktuelle Ziel der NASA ist es, bis 2020 90 Prozent aller Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als 140 Metern zu finden. Bisher geht man davon aus, zum aktuellen Zeitpunkt 25 Prozent dieser Objekte gefunden und katalogisiert zu haben.

Langfristig möchte die NASA derartige Objekte nicht nur beobachten, sondern auch Methoden entwickeln, um diese im Falle eines Falles von der Erde weg zu lenken oder zu reflektieren, sollte dies nötig werden. Sowohl die Asteroid Redirect Mission als auch die Asteroid Impact and Deflection Assessment Mission der NASA und ESA soll in den nächsten 10 Jahren die entsprechenden Möglichkeiten untersuchen.

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