Harpune im Weltraum
Harpune im Weltraum – Neue Technologie der NASA soll Material von Asteroiden einsammeln

Eine Harpune wird für gewöhnlich im Wasser eingesetzt um sich zum Beispiel gegen Haiangriffe zu wehren oder bestimmte Fische aus dem Meer zu ziehen. Die NASA und die University of Washington hingegen verfolgen mit der Idee einer Harpune andere Ziele. Zusammen wollen die Universität und die US Amerikanische Raumfahrtbehörde eine Harpunen-Rakete bauen um diese auf Asteroiden zu schießen. Warum die NASA eine solche Technologie plant und wie sie genau funktionieren soll, das klärt dieser Artikel.


NASA plant „Harpunen-Rakete“ für Asteroiden

Asteroiden bewegen sich teils mit zig tausenden Stundenkilometer durchs Weltall und es ist eine große Herausforderung Sonden oder Bohrmaschinen auf den umherfliegenden Brocken zu landen um zum Beispiel Materialproben zu analysieren oder gar kostbares Material aufzusammeln und zur Erde zu bringen. Bisher konnten nur eine Handvoll von Sonden auf Asteroiden abgesetzt werden um diese zu analysieren. Da auf den Brocken jedoch viel kostbares Material oder wenigstens neue Informationen zur Entstehung des Universums vorhanden sein könnte, wäre es doch interessant eine Technologie zu entwickeln, die sich in das Gestein bohrt, Materialproben aufsammelt und dann im Anschluss zur Erde bringt. Genau diese Idee verfolgt die University of Washington und die NASA mit der „Harpunen-Rakete“.

Wie die NASA Harpunen-Technologie funktioniert

Um Materialproben schneller, risikoloser und zuverlässiger im All aufsammeln zu können sollen gleich zwei Raketen in einer in den Weltraum geschossen und auf einen Asteroiden gezielt werden. Die Rakete mit Löchern an der Spitze soll mit voller Wucht auf einem Asteroiden einschlagen und sich tief in das Gestein bohren ohne zu explodieren. Während des Einschlags wird durch den entstehenden Druck ein Behälter, der per Schlauch mit der Rakete verbunden ist mit Materialproben gefüllt und im Anschluss von der zerstörten Rakete abgekoppelt. In der unmittelbaren Umgebung befindet sich die zweite Rakete, die sich kurz vor dem Einschlag gelöst hat und auch mit dem Behälter verbunden ist. Diese zweite Rakete soll den Behälter mit dem Material einsammeln und dann im Anschluss zurück zur Erde fliegen. Ein einfaches Prinzip wovon sich die NASA viel verspricht. Die University of Washington erhielt unter der Leitung von Prof. Robert Winglee die erste Finanzspritze von 500.000$ um das Konzept weiter zu entwickeln. Mal sehen wann wir die ersten Gesteinsproben aus dem Weltraum in den Händen halten dürfen.


Video passend zum Thema: NASA plant Landung auf Asteroiden

Quelle: University of Washington

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