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NASA veröffentlicht die bis dato genaueste Karte der Ozeane

Der Grund der Ozeane gibt der Menschheit immer noch viele Rätsel auf. Inzwischen gibt es Planeten in unserem Sonnensystem, über die wir mehr wissen als über die Tiefen unserer Weltmeere. Dank dem NASA Earth Observatory haben wir nun aber die genaueste Karte der Weltmeere, die es je gab.

NASA Ocean

Geheimnisse unter Wasser

Das Team von der NASA untersuchte Besonderheiten im Schwerkraftfeld der Erde, um kleine Karten zu erstellen, die inzwischen sogar bei Google Earth verfügbar sind. Die Karte, die aus diesen Daten entstand, gibt erstmals einen ausführlichen Überblick über die verfügbaren Daten bezüglich der Weltmeere, und zwar nicht nur bezüglich der Oberfläche, sondern vor allem auch bezüglich der Lage unter Wasser.

Für gewöhnlich wird Sonartechnik verwendet, um Karten vom Boden des Meeres zu erstellen. Das Problem daran wird schnell deutlich: Schiffe sind auf den weiten der Weltmeere recht verloren, eine genaue Kartographierung würde Ewigkeiten dauern. Bisher konnten mit dieser Technik lediglich fünf Prozent des Meeresbodens weltweit erfasst werden.

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Das Team der NASA verließ sich stattdessen auf Satelliten, um den Meeresboden zu erfassen. Die Satelliten haben das Gravitationsfeld der Erde genau vermessen. Leichte Unterschiede in diesem Feld markieren Berge (auf der Karte rot dargestellt) und Täler (blau) unter Wasser. Eine ähnliche Technik wurde auch bereits verwendet, um geologische Formationen unter dem Eis der Antarktis zu vermessen.

Genaue Karte dank Satellitentechnik

Für die Messungen kamen der Satellit NASA-CNES Jason–1 sowie CryoSat–2 von der ESA zum Einsatz. Außerdem konnten die Wissenschaftler aus Daten aus den Jahren 1980 und 1990 zurückgreifen. Mit Hilfe einer Computeranalyse wurden die Daten verbunden, die daraus resultierende Karte wurde anschließend durch das NASA Earth Observatory veröffentlicht. Noch nie zuvor gab es eine so genaue Karte von der Landschaft unter der Oberfläche der Weltmeere. Die Karte wird dazu beitragen, weitere Erkenntnisse über Plattentektonik und die Evolution der Ozeane zu erlangen. Außerdem können Wissenschaftler die Daten nutzen, um Gegenden zu erkennen, in denen weitere Forschungsoperationen indiziert sind.

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1 Kommentar

  1. Eine Frage bitte an die Redaktion. Wie kommt es, das die NASA die Daten veröffentlicht wenn das Werkzeug, also der Satellit der ESA gehört?
    Ist die ESA nicht selbst auf die Idee gekommen oder was ist da geschehen? Würde mich brennend interessieren.

    Grüße

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