Immer mehr bekannte Sportvereine investieren in eigene eSport-Teams. So hat der deutsche Fußballverein Schalke 04 kürzlich die Verpflichtung des deutschen Meisters im Computerspiel Pro Evolution Soccer bekannt gegeben. Lennart Albrecht soll nun im Schalker Trikot die Weltmeisterschaft holen. Auch in der US-Basketballiga NBA kamen solche Investments bereits vor. Die Philadelphia 76ers beispielsweise kauften vor einiger Zeit das „Team Dignitas“, das unter anderem bei League of Legends aktiv ist und zu den erfolgreichsten eSport-Teams überhaupt gehört. Die NBA als Liga will nun allerdings ebenfalls den eSport-Markt erobern und hat angekündigt in Zusammenarbeit mit dem Spielehersteller Take-Two Interactive Software eine eigene Online-Basketballserie zu etablieren.


Copyright: NBA
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Die Spieler erhalten ein festes Gehalt von ihrer Franchise

Langfristig ist dabei geplant, dass alle dreißig NBA-Teams einen eigenen eSport-Ableger gründen und gegeneinander antreten lassen. Pro Team werden dabei fünf menschliche Spieler benötigt. Diese sollen – ähnlich wie auch in der echten NBA – per Draft auf die einzelnen Teams verteilt werden und ein festes Gehalt beziehen. Wer es bisher also noch nicht zum Profi-Basketballer geschafft hat, kann zukünftig zumindest als eSportler Teil einer NBA-Franchise werden. Allerdings wird es auch eine Gehaltsobergrenze geben, sodass kein Team sich einfach die besten Spieler zusammenkaufen kann. Gespielt wird zudem nicht mit den Spielversionen der echten NBA-Spieler, sondern jeder menschliche Spieler erstellt sich ein eigenes Avatar nach seinen Vorlieben.

Langfristig sollen Gewinne erwirtschaftet werden

Der Start der Liga ist für das Jahr 2018 geplant. NBA-Chef Adam Silver kündigte allerdings bereits an, dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle NBA-Teams vertreten sein werden. Zu Beginn rechnen die Initiatoren eher mit acht bis zwölf Teams. Anschließend soll die Zahl immer weiter gesteigert werden bis die volle Zahl von dreißig Teams erreicht ist. Nähere Details, insbesondere zu den finanziellen Aspekten der Zusammenarbeit, sind bisher noch nicht bekannt. Beide Seiten betonten allerdings, dass es sich um eine langfristige Zusammenarbeit handelt und sie sich substanzielle finanzielle Gewinne erhoffen. Die NBA wird dabei sämtliche ihrer Marketingkanäle nutzen, um die neue Liga bekannt zu machen.


Via: ESPN

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