Die indische Hauptstadt Neu Delhi ist mit einer vergleichsweise gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur gesegnet. So gilt beispielsweise die U-Bahn dort als sauber, pünktlich und preiswert. Trotzdem kommt es auch in Neu Delhi immer wieder zu lang anhaltenden Verkehrsstaus. Einen zuverlässigen Verkehrsfunk, der vor solchen Staus warnt, gibt es bisher aber nicht. Deswegen übernimmt die Polizei der Landeshauptstadt diese Aufgabe nun selbst. Wer eine SMS an eine extra eingerichtete Service-Nummer schickt, wird fortan regelmäßig – ebenfalls per Kurznachricht – über die Verkehrssituation auf dem Laufenden gehalten. Die Hoffnung ist, dass die Leute dann auf alternative Routen und Verkehrsmittel ausweichen und so die Situation entspannen.


Stau im indischen Kalkutta. Foto: By Arne Hückelheim (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons
Stau im indischen Kalkutta. Foto: By Arne Hückelheim (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Die Zahl der SMS könnte auf Dauer Überhand nehmen

Laut Pressemitteilung der Polizei, sollen die Nutzer des Services dabei über eine ganze Reihe von Verkehrsstörungen informiert werden. So werden dort beispielsweise gewöhnliche Staus und liegen gebliebene Fahrzeuge aufgezählt, aber auch Überschwemmungen, Demonstrationen, Streiks, religiöse Umzüge, Unfälle und Straßensperrungen. Wie viele SMS da so pro Tag auf die Nutzer zukommen ist bisher noch nicht bekannt. Wer aber schon einmal in der indischen Hauptstadt war, kann sich vorstellen, dass da im Laufe eines Tages eine Vielzahl an Kurznachrichten zusammenkommen dürfte. Wem das alles zu viel wird, der kann den Service aber mit einer weiteren SMS auch jederzeit wieder abbestellen.

Neu Delhis Polizei setzt auf moderne Kommunikationsmittel

Zahlen müssen die Einwohner der Stadt jedenfalls nichts. Das Projekt wurde nämlich in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie in Angriff genommen, was das kostenfreie versenden der Massen-SMS ermöglicht. Schon seit längerem versucht die Polizei Neu Delhis, mit den Bürgern direkt in Kontakt zu treten und einen gewissen Service-Gedanken zu pflegen. So wurde im Rahmen der Commonwealth-Games 2010 eine Facebook- und Twitterpräsenz aufgebaut. Auch per WhatsApp können sich die Einwohner der Stadt inzwischen an die Polizei wenden.


Via: Digit

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