Die heimtückische Alzheimer-Erkrankung ist aktuell noch nicht heilbar. Je früher die Krankheit aber diagnostiziert wird, desto schneller kann eine Behandlung erfolgen. Diese sorgt im Idealfall dann zumindest dafür, dass sich der Verlauf der Krankheit verzögert und bestimmte Symptome gelindert werden können. Dabei gilt: Die Behandlung sollte so früh wie möglich beginnen. Daher ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu diagnostizieren – im Idealfall sogar noch bevor die ersten eindeutigen Symptome auftreten. Eine Firma namens Aurin Biotech hat aus diesem Grund nun ein Gerät entwickelt, dass eine Alzheimer-Erkrankung anhand einer Speichelprobe erkennen kann. Mehr noch: Die Analyse gibt auch Aufschluss darüber, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist.


Eiweß Alzheimer
Mikroskopischer Einblick ins Alzheimer-Gehirn mit grün fluoreszierenden Nervenzellen in der Nähe der typischen Amyloid-Plaques (in blau dargestellt). (Bild: M. A. Busche / TUM)

Eine Protein-Überproduktion sorgt für die Entstehung der Krankheit

Dazu wird nicht mehr benötigt als ein Teelöffel voll Speichel. Darin wird dann nach dem Protein Beta-Amyloid 42 gesucht. Bei gesunden Menschen wird dieses Protein in allen Organen produziert. Die Produktionsrate bleibt dabei im Laufe des Lebens mehr oder weniger gleich. Bei Menschen mit Alzheimer steigt die Produktion allerdings an und ist in der Regel um das Zwei- bis Dreifache erhöht. Daraufhin sammelt sich das Protein im Gehirn, was letztlich die Alzheimer-Erkrankung auslöst. Die Konzentration von Beta-Amyloid 42 lässt sich aber eben auch im Speichel der Betroffenen nachweisen, sodass auf diese Weise ein einfach durchzuführender Test entwickelt werden konnte.

Der wissenschaftliche Fortschritt könnte Lösungen bereithalten

Theoretisch kann dabei sogar bereits ein erhöhter Wert gemessen werden, bevor überhaupt Symptome der Krankheit auftreten. Wissenschaftler in aller Welt suchen zudem auf der einen Seite nach Methoden, um der Alzheimer-Erkrankung vorzubeugen und auf der anderen Seite nach einer wirksamen Heilmethode. So kam eine Studie im Sommer dieses Jahres zu der Erkenntnis, dass der Konsum von THC eine vorbeugende Wirkung haben könnte. In den Vereinigten Staaten wurde zudem eine neue Behandlungsmethode namens MEND („metabolic enhancement for neurodegeneration“) entwickelt, mit der es gelungen ist, die Effekte der Krankheit umzukehren. Allerdings konnte ein solcher Erfolg bisher nur bei einer kleinen Zahl von Patienten erreicht werden.


Via: Digitaljournal

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