Intelligente Scheinwerfer zur Unfallverhütung
Intelligente Scheinwerfer zur Unfallverhütung

Ein neues Fahrassistenzsystem wurde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Dieses neue Fahrassistenzsystem soll dazu beitragen, dass Menschen und Tiere bei Dämmerung oder Dunkelheit deutlich früher zu erkennen sind. Man setzt bei dem neuen System nicht wie bisher nur auf Infrarotkameras, bei denen der Fahrer gezwungen ist, den Blick von der Straße abzuwenden. Vielmehr setzt man auf intelligente Scheinwerfersysteme, die in Verbindung mit Infrarotkameras und einem Bildanalysealgorithmus, Personen oder Tiere frühzeitig in den Lichtkegel der Scheinwerfer rücken sollen. Eine weitere Entwicklung des Karlsruher Instituts für Technologie sind übrigens neuartige, leistungsfähigere Akkus.


Direkt auf die Gefahr aufmerksam machen

Die intelligenten Scheinwerfersysteme, sollen den Fahrer direkt auf die Gefahr aufmerksam machen ohne das Er dabei den Blick von der Straße wenden muss. Um dieses zu erreichen, setzt das Team um Diplomingenieur Marko Hörter auf ein starkes LED-Lampen Array, welches sich wie ein Spot ausrichten lässt. Die LED Spots werden, um die Gefahr ins Licht zu rücken, mit Informationen gespeist, die via Umgebungsaufnahmen einer Infrarotkamera und eines Bildanalysealgorithmus zur Verfügung gestellt werden. Mensch und Tier sollen von dem System dreidimensional erkannt und geortet werden. Dabei sollen die LED Spots nur recht kurz aufleuchten, um Personen oder Tiere am Straßenrand nicht unnötig zu blenden und dadurch weiter in Gefahr zu bringen. Die Dauer soll aber ausreichen, um rettende Ausweich- und Bremsmanöver zu ermöglichen. Um gerade bei Dunkelheit die Gefahr von Zusammenstößen mit Fahrradfahrern zu minimieren, hat man die Revolights entwickelt, die die Fahrradbeleuchtung revolutionieren sollen.


Tests brachten 3 bis 4 Sekunden mehr Zeit

Um zu demonstrieren, dass die Technik funktioniert, wurde sie in einem Testfahrzeug verbaut. Rund 30 Testpersonen, die das Fahrzeug führten, konnten die Hindernisse dabei um 35 bis 40 Meter früher wahrnehmen, als es ohne das System möglich gewesen wäre. Diese 35 bis 40 Meter, bringen je nach gefahrener Geschwindigkeit, bis zu drei Zusatzsekunden, die für rettende Manöver zur Verfügung stehen würden. Die Bilderkennung ist der wichtigste Teil des neuen Fahrassistenzsystems. Dem hier eingesetzten Rechner stehen nur knapp 40 Millisekunden zur Verfügung, um jedes einzelne Bild, das die Infrarotkamera liefert, zu analysieren. Anhand dieser Bildanalysen werden die Daten geliefert, die das LED Array auf die jeweilige Gefahrenquelle ausrichten, um diese ins „rechte Licht“ zu rücken. Dieses System könnte in der Zukunft die Gefahren für die Fahrer sichtbar machen, ohne das diese, wie bei Radar- oder reinen Infrarotkamerasystemen, den Blick von der Fahrbahn wenden müssten um einen Monitor zu beobachten. Ein weiterer Weg dieses zu erreichen, sind beispielsweise die Head up Displays, die in Autos verbaut werden sollen.

Quelle & Bild: kit

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