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Neuartiges Mehl aus grünen Kaffeebohnen verbessert die Gesundheit

Die morgendliche Tasse Kaffee weckt nicht nur die Lebensgeister, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. So haben Studien gezeigt, dass regelmäßiger Kaffeegenuss die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Todes sinken lässt. Dies wird von verschiedenen Studien auf den hohen Anteil an Chlorogensäure zurückgeführt. Das Problem allerdings: Beim traditionellen Röstvorgang wird ein Großteil der Chlorogensäure abgebaut. Theoretisch wäre Kaffee aus grünen Bohnen also sogar noch deutlich gesünder – allerdings schmeckt dieser bitter und ist nahezu ungenießbar. Forscher der Brandeis University in den Vereinigten Staaten haben daher nun eine Alternative entwickelt. Sie rösteten die Bohnen bei niedrigeren Temperaturen und produzierten daraus dann ein Mehl, das beispielsweise zum Backen verwendet werden kann.

Foto: von Fernando Rebêlo [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

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Bei niedrigen Temperaturen kann sich kein Kaffeearoma entwickeln

Bei der traditionellen Kaffeeröstung werden die Bohnen für zehn bis fünfzehn Minuten auf rund 204,4 Grad Celsius erhitzt. Die Alternativmethode sieht nun vor, die Kafeebohnen stattdessen für rund zehn Minuten bei lediglich 148 Grad Celsius zu rösten. Bei dieser Variante ging so gut wie keine Chlorogensäure verloren – diese macht immerhin rund zehn Prozent des Gewichts einer grünen Kaffeebohne aus. Allerdings sind die Rösttemperaturen nicht hoch genug, um das klassische Kaffeearoma zu entwickeln. Die grünen Bohnen werden daher nicht zum Kaffee kochen genutzt, sondern werden bei großer Kälte gemahlen. Das dabei entstehende Mehl kann dann beispielsweise auch bei Säften und Energieriegeln zum Einsatz kommen.

Röstmethode ist deutlich preiswerter als die bisherigen Extraktionsmethoden

Schon heute gibt es verschiedene Kapseln und Pulver, die ebenfalls auf einem Extrakt aus grünen Kaffeebohnen basieren. Diese werden momentan allerdings als Diätprodukte vermarktet – auch wenn die Wirksamkeit bisher noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte. Die jetzt entwickelte Röstmethode basiert hingegen auf einer breiteren wissenschaftlichen Basis und ist zudem deutlich günstiger herzustellen als die bisherigen Extrakte. Die Wissenschaftler beschreiben den Geschmack des Mehls dabei als nussartig, mild und durchaus angenehm. Wann die ersten Produkte mit Mehl aus grünen Kaffebohnen auf den Markt kommen werden, lässt sich allerdings noch nicht abschätzen.

Via: NDTV

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