Das Magnetfeld der Erde entsteht durch eine Kombination der Erdrotation mit elektrischen Feldern. Das Magnetfeld erzeugt dann die sogenannte Magnetosphäre, die den Planeten vor Sonnenwinden schützt. Das Magnetfeld der Erde ist auch verantwortlich für den magnetischen Nord- und Südpol. Neue Analysen des Magnetfelds zeigen eine Destabilisierung desselben, die üblicherweise einer Inversion der magnetischen Pole vorausgeht.


Magnetfeld
Neue Analysen sagen eine baldige Polinversion voraus.

Magnetische Pole wandern, Inversion überfällig

Die magnetischen Pole sind nicht örtlich fixiert. Tatsächlich wandern sie etwa 16 km über den Verlauf von 10 Jahren. Etwa alle 450.000 Jahre findet eine Inversion der Pole statt, das heißt, der Nordpol tauscht den Platz mit dem Südpol. Ein Forscherteam der University of California fand heraus, dass die letzte derartige Inversion inzwischen etwa 768.000 Jahre zurück liegt. Mit anderen Worten: Das Magnetfeld der Erde ist überfällig. Die letzte Inversion fand innerhalb einer Zeitspanne von ca. 100 Jahren statt, was ungewöhnlich schnell war. Normalerweise dauert der Vorgang bis zu 1000 Jahre.

Das Magnetfeld destabilisiert sich

Die sogenannte Swarm constellation der europäischen Raumfahrtagentur ESA nutzt drei Satelliten, um das Magnetfeld der Erde zu untersuchen. Auf einer Konferenz in Kopenhagen gaben die Wissenschaftler bekannt, dass das Magnetfeld der Erde momentan etwa alle 10 Jahre um 5 Prozent schwächer wird, was ein Hinweis auf eine bevorstehende Polinversion sein kann. Die Stärke des Magnetfelds fluktuiert ständig, aber momentan scheint dies stärker der Fall zu sein als in den Jahrzehnten zuvor.


Es droht keine unmittelbare Gefahr

Eine drohende Polinversion ist allerdings kein Grund für Apokalypse-Szenarien. Die erste spürbare Auswirkung für Menschen wäre, dass ein Kompass nach Süden statt Norden zeigt.

Unklar ist jedoch, wie sich eine Polinversion auf migrierende Tierarten auswirkt, die das Magnetfeld der Erde zur Navigation nutzen. Außerdem geht der Inversion eine Schwächung des Magnetfeldes voraus, was bedeutet, dass der Schutz der Erde vor den Strahlen der Sonne abnimmt. Auch wenn es keine Hinweise darauf gibt, dass eine Polinversion von einem Artensterben begleitet wird, könnte ein geschwächter Schutz ein Problem für Stromnetze und Satelliten darstellen.

via IFLScience

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