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Neue Auto-Trends: Elektrische Antriebe, Vernetzte Autos und autonomes Fahren

Anfang des Jahres bot die Detroit Auto Show 2016 Autoherstellern und Technikpionieren wieder die Gelegenheit, ihre neuesten Errungenschaften der Weltpresse zu präsentieren. Die Auto Show gehört zu den größten und wichtigsten Automessen in den Vereinigten Staaten und gilt unter europäischen und amerikanischen Autoherstellern gleichermaßen als beste Gelegenheit, um Trends zu setzen.

Tesla Motors - Elektroautos

Tesla Motors – Elektroautos

 

An den Ankündigungen der Hersteller hängt eine ganze Industrie, seien es beispielsweise spezialisierte Anbieter für Ersatzteile aller Art wie Mister Auto, Zulieferer für Bauteile, Drittanbieter von bestimmten Gadgets oder Werkstätten. Neben neuen Modellreihen beliebter Fahrzeuge, zeichneten sich auf der Messe in diesem Bereich vor allem drei Trends ab. Erstens: Das Aufkommen von elektrisch betriebenen Automobilen. Namhafte Anbieter wie VW oder Chevrolet entwickeln leistungsstarke Batterien und besonders stromsparende Elektromotoren. Zweitens: Die zunehmende Vernetzung von Automobilen. Durch LTE Module und integrierte Prozessoren werden die neuen Autos zunehmend internetfähig und gleichen Verkehrsdaten ab, schlagen schnellere Routen vor oder bieten ein breites Portfolio an Entertainment-Angeboten. Drittens: Das autonome Fahren. Dabei werden die Fahrzeuge anhand von Verkehrsdaten und einer Fahrer-Software selbstständig gesteuert, wodurch ein menschlicher Fahrer überflüssig wird.

Elektrisch unterwegs

Bis vor wenigen Jahren galten hybrid- bzw. wasserstoffbetriebene Fahrzeuge als zukunftsweisend. Dies hat sich allerdings spätestens seit dem rasanten Aufstieg des amerikanischen Autoherstellers Tesla geändert. Der Elektro-Pionier bewies durch seine ersten Modelle, dass es viele potentielle Kunden für solche umweltfreundlichen Automodelle gibt und zeigte den anderen traditionellen Herstellern, wie attraktiv der Markt für elektrobetriebene Fahrzeuge wirklich ist. Auf der diesjährigen Messe präsentierten daher gleich mehrere Autohersteller eigene Elektromodelle. Darunter befindet sich beispielsweise der Chevrolet Bolt, der von dem amerikanischen Mutterkonzern General Motors vorgestellt wurde und bereits 2016 in Vollproduktion gehen soll. Auch VW kündigte ein neues Elektromodell an und wagt sich damit erstmals auch an gröere E-Fahrzeuge. Der angekündigte VW Budd-e ist ein 4,6 Meter langer, allradbetriebener Van mit rund 533 Kilometern Reichweite. Möglich wird das laut Angaben von VW durch eine neue Akku-Technik, die sich durch einen extrem hohen Energiegehalt bei einer sehr kurzen Ladezeit auszeichnet. Nach einer halben Stunde soll dieser neue Akku bereits 80 Prozent seiner Energie geladen haben. Welche Technik sich genau hinter diesem Akku versteckt und ab wann der Budd-e erhältlich ist, ließ VW allerdings noch offen.

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Mobiles Infotainment

Längst gehören Touchscreens und integrierte Navigationssysteme in neuen Automodellen zur Standardausrüstung. Dieser Trend wird in der kommenden Autogeneration allerdings auf die nächste Stufe gebracht und durch diverse smarte Funktionen erweitert. Neben neuen Sprach- und Gestensteuerungen gehören hierbei auch erstmals Raumkonzepte mit Lounge-Feeling und holographischen Apps zum kommenden Portfolio. Mercedes präsentierte dazu beispielsweise die neue E-Klasse (W213), in der solche Funktionen fest integriert werden sollen.

Zudem bemühen sich sowohl Apple mit CarPlay als auch Google mit dem Android Auto um die feste Vernetzung von Smartphones und Autos. Dazu sollen sich die mobilen Geräte standardmäßig mit dem Bordcomputer verbinden. Möglich werden solche vernetzten Systeme erst durch den stetigen Ausbau der Mobilfunknetze. Doch hier liegt nach Ansicht einiger Experten auch das Problem dieser neuen Technologe, da die heutigen Netze nicht leistungsstark genug seien. Die flächendeckende Vernetzung aller Fahrzeuge ist damit unter anderem vom weiteren Netzausbau abhängig.

Autonom und selbstfahrend

Im Zuge der Vernetzung werden auch selbstfahrende Autos zu einem Thema für die Automobilbranche. Anstatt das Fahren dem Menschen zu überlassen, sollen die Autos der Zukunft mithilfe einer vernetzten Software autonom fahren. Mithilfe von aktuellen Verkehrsdaten, Datenübertragungen zwischen den verschiedenen Autos, speziellen Sensoren und einer Fahrer-Software soll dies bis spätestens 2030 flächendeckend möglich werden. Einen ersten Teilerfolg verbuchten die Hersteller solcher autonomen Fahrzeuge zuletzt, als die US-Verkehrsbehörde Computer grundsätzlich als mögliche Fahrer einstufte. In Detroit präsentierten Hersteller wie Mercedes und Delphi jeweils ihre dazu entwickelte Technik. Mercedes plant in die neue E-Klasse eine Software zur automatischen Autobahn-Auffahrt und -Ausfahrt in die kommenden Modelle zu integrieren. Den größten Erfolg verbuchte der britische Autohersteller Delphi für sich, der sein autonomes Fahrzeug bereits auf der CES 2016 präsentierte und die bisher längste autonome Fahrt von San Francisco bis New York mit der Hilfe eines eines solchen Gefährts durchführte.

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