Wer kann sich schon noch an jede einzelne Nachricht erinnern, die er mal auf einem der zahlreichen sozialen Netzwerke hinterlassen hat? Vermutlich die wenigsten. Wer sich allerdings auf eine neue Stelle bewirbt, tut gut daran, missverständliche und möglicherweise unangebrachte Äußerungen dauerhaft zu löschen oder zumindest durch entsprechende Privatsphäre-Einstellungen vor dem Blick neugieriger Personalchefs zu schützen. Dies kann unter Umständen recht mühsam sein. Hilfe verspricht dabei die App Clear, die in der Lage sein soll, die eigene Vergangenheit in den sozialen Netzwerken zu durchleuchten und möglicherweise problematische Aussagen zu erkennen.


Clear App

Bittere Erfahrung brachte die Idee

Entwickelt wurde die Anwendung von Ethan Czahor. Dieser musste seine ganz eigenen Erfahrungen mit missverständlichen alten Tweets machen. So war er im Februar für einen Tag Chefberater in Technologiefragen des möglichen US-Präsidentschaftskandidaten Jeb Bush. Dann veröffentlichte die Presse alte Tweets von Czahor. Diese waren nach dessen Angaben zwar aus dem Zusammenhang gerissen – führten aber dennoch zu Czahors Rücktritt. Anschließend erhielt er zahlreiche Nachrichten von Leuten, die Angst hatten, ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Daraufhin machte er sich an die Arbeit und entwickelte die App Clear.


Clear App

Nächster Schritt: Fotos analysieren

Diese durchsucht die Posts der Vergangenheit nach bestimmten Stichworten und präsentiert die fraglichen Posts dann dem User. Dieser kann dann entscheiden, ob die Nachricht harmlos ist und behalten werden kann oder ob sie gelöscht werden soll. Auf Dauer soll die Clear-App zudem lernfähig sein und so immer akkurater in der Auswahl der löschungswürdigen Posts werden. Geplant ist zudem eine Erweiterung, die auch Fotos identifizieren kann, die besser nicht der Öffentlichkeit präsentiert werden sollten. Bisher befindet sich die Clear-App allerdings noch in der Betaphase und soll später zunächst auf Apple-Geräten genutzt werden können. Bei iTunes ist die App bereits verfügbar.

Quelle: Digital Journal

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