Ebola
Foto: Cynthia Goldsmith CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Neben der akuten Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika, bemüht sich die Forschung auch weitere Erkenntnisse über die Krankheit zu gewinnen. Ein genaueres Verständnis der Verbreitungswege des Virus beispielsweise, könnte dabei helfen zukünftige Ausbrüche schneller unter Kontrolle zu bekommen. Forschern einer Studie der WildlifeConservation Society scheint nun ein erster Schritt in diese Richtung gelungen. Erstmals ließen sich Antikörper des Ebola-Virus in den Ausscheidungen von Affen nachweisen. Dies ist von Bedeutung, weil auch Affen an dem Virus erkranken. Das Essen von Affenfleisch gilt daher als eine mögliche Quelle für den Ausbruch des Ebola-Fiebers bei Menschen.


Tierfleisch als Ebola-Überträger-Quelle

Bisher konnten solche Antikörper nur durch die Entnahme von Blut oder Gewebeproben nachgewiesen werden. Dies gestaltete sich, bei wild im Urwald lebenden Affen, allerdings sehr schwierig. Neben der rein logistischen Problematik, stellten sich auch ethische Fragen, weil zur Entnahme der Proben massiv in das Leben der Affen eingegriffen werden musste. Das reine Aufsammeln der Ausscheidungen stellt da ein weniger großes Problem dar.

Ähnlich wie Menschen, entwickeln auch Affen, die das Ebola-Virus in sich trugen, entsprechende Antikörper. Mit Hilfe der neuen Technik lässt sich nun leichter nachvollziehen, wo es in der Tierwelt zu Ausbrüchen einer Ebola-Epidemie gekommen ist. Durch einen Abgleich mit den Ebola-Epidemien bei Menschen, erhoffen sich die Forscher ein besseres Verständnis über Dauer und Umfang der Übertragungswege des Virus.


Dies stellt natürlich nur einen kleinen Schritt im Kampf gegen das Ebola-Virus dar und wird zur Bekämpfung der aktuellen Epidemie in Westafrika keinen Beitrag mehr leisten können. Auf lange Sicht wird die Entdeckung aber helfen, die Schutzmaßnahmen gegen das Virus effizienter zu gestalten. Sollten sich beispielsweise die aktuell noch in der Entwicklung befindlichen Impfstoffe als wirksam erweisen, könnten die gewonnen Erkenntnisse, über die Verbreitungsart des Ebola-Virus von entscheidender Bedeutung sein um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu identifizieren und entsprechend zu impfen.

Die grundsätzliche Methodik lässt sich zudem nicht nur auf die Ausscheidungen von Affen anwenden, sondern könnte auch bei anderen Tieren, die als Überträger des Virus in Frage kommen, eingesetzt werden. So stehen auch Wildscheine und Flughunde im Verdacht, das Ebola-Virus auf den Menschen zu übertragen. Hier könnte die neu entwickelte Nachweistechnik helfen das Ebola-Virus bis zu seinem Hauptwirt – sprich der Quelle, die alle anderen ansteckt – zurück zu verfolgen.

 

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