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Neue Regelungen für Familien, Wohnen, Gesundheit & Umwelt: Das ändert sich 2016

2015 ist so gut wie vorbei. Gedanklich sind wir bereits im nächsten Jahr, arbeiten an unseren guten Vorsätzen und sind gespannt, was uns 2016 alles so erwartet. Wir haben uns einmal angeschaut, was sich ab dem 1.1.2016 alles so ändert und fassen das Ganze für euch einmal kurz zusammen.

Änderungen 2016

Familie und Wohnen

Mehr Kindergeld

Ab dem 1.1.2016 steigt das Kindergeld pro Kind um zwei Euro pro Monat. Für das erste und zweite Kind gibt es dann jeweils 190 Euro und für das dritte Kinder dann 196 Euro. Für jedes weitere Kind werden monatlich 221 Euro gezahlt.

Mehr für Geringverdiener

Zusätzlich zum Kindergeld, können Geringverdiener auch noch den Kinderzuschlag beantragen. Dieser steigt ab 1. Juli 2016 von 140 Euro auf 160 Euro. Der Zuschlag kann von Eltern oder Alleinerziehenden bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Beansprucht kann man den Zuschuss, wenn der eigene Bedarf aber nicht mehr der Bedarf der Kinder gedeckt werden kann.

Mehr Mindestunterhalt

Eltern, die getrennt leben, sollten sich im Hinblick auf die Zahlungen des Mindestunterhalts auf den neusten Stand bringen. Ab dem 1.1.2016 gelten neue Werte. Für das erste und zweite Kind ergeben sich für die Alterspanne 0-5 Jahre 239 Euro, 6-11 Jährige Kinder haben einen Anspruch auf 289 Euro und 12-17 Jährige auf 354 Euro.

Mehr Wohngeld

Auch in Sachen Wohngeld wird ab Januar aufgestockt. Ein Zwei-Personen-Haushalt bekommt dann statt den bisher üblichen 112 Euro im Schnitt 186 Euro.

Mehr Hartz 4 und Rentenerhöhung

Zum 1. Januar erhöhen sich auch die Regelsätze von Hartz 4. Je nachdem welcher Bedarfsstufe man angehört, gibt es monatlich drei bis fünf Euro mehr. Das bedeutet in Zahlen ausgedrückt, dass Alleinerziehende ab Januar 409 Euro bekommen. Paare erhalten jeweils 368 Euro. Wichtig ist hier auch noch zu erwähnen, dass für Hartz 4 Empfänger ab dem 1.1 auch die Familienversicherung entfällt. Jeder Betroffene wird in Zukunft also ein eigenständiges Mitglied der Kassen.

Ab Juli 2016 erhalten knapp 20 Millionen Rentner mehr Geld. Die Rentenerhöhung beträgt in Westdeutschland 4,3 Prozent und in Ostdeutschland 5 Prozent. Neben der Erhöhung wird auch die Flexi-Rente ab Mitte 2016 in Kraft treten. Das neue Modell soll den Einstieg in die Rente fließender gestalten.

Höhere Krankenkassenbeiträge

Im nächsten Jahr schlagen weitere Erhöhungen zu Buche. So steigt nicht nur das Briefporto von 62 auf 70 Cent, sondern auch die Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse nehmen zu. Im Schnitt zahlen die Versicherten ab Januar 1,3 Prozent mehr. Dafür wollen die Krankenkassen jedoch auch weitere Zusatzleistungen ermöglichen. So soll man in einem konkreten Krankheitsfall innerhalb von einer Woche einen Termin bei einem Facharzt bekommen. Zudem besteht dann auch die Möglichkeit bei einer bevorstehenden Operation sich noch einmal eine unabhängige Zweitmeinung einholen zu können.

Umwelt und Gesundheit

Nährwerte auf Lebensmittelverpackungen

Es ist noch ein wenig hin aber dennoch schon einmal eine Erwähnung wert. So sollen ab dem 13. Dezember 2016 die Angabe von Nährwerten auf Lebensmittelverpackungen zur Pflicht werden. Das Ganze gilt auch beim Onlineverkauf.

Geschäfte müssen alte Elektrogeräte zurücknehmen

Ab dem 24. Juli 2016 werden auch alle großen Geschäfte, die mehr als 400 qm Ladenfläche haben dazu verpflichtet ausgediente Elektrogeräte zurückzunehmen. Zu beachten gilt jedoch, dass die Abnahmepflicht nur besteht, wenn auch im selben Laden ein neues Gerät gekauft wird. Ohne Neukauf angenommen werden müssen allerdings Geräte von einer Kantenlänge unter 25 Zentimeter. Dazu zählen unter anderem Smartphones und auch Tablets.

Strom und Energiespar-Vorgaben

Ab dem 1.1.2016 steigt die EEG-Umlage um 0,2 Cent auf 6,534 Cent pro Kilowattstunde. Hierbei handelt es sich um einen Rekord-Wert, der noch nie zuvor so hoch war. Selbige Erhöhung wiederfährt auch die KWK-Umlage. In Nettowerten gerechnet bedeutet das zusammen mit allen Umlagen, Steuern und Abgaben, dass der Strompreis um 0,6 Cent pro Kilowattstunde steigt.

Auch Hausbauer werden im nächsten Jahr mit weiteren Auflagen verpflichtet strengere Energiespar-Vorgaben einzuhalten. Der Schutz der Wärmedämmung muss dann um 20 Prozent erhöht werden. Zudem dürfen für Heizung und Warmwasser nur noch drei Viertel der bisher zulässigen Energiemenge benötigt werden.

Kfz-Steuer für Elektroautos

Um den Anreiz für den Kauf eines Elektroautos weiterhin zu schaffen, sollen alle Erzeugnisse, die ab dem 1.1.2016 zugelassen werden, für fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden. Zudem gilt es zu beachten, dass die HU Plakette ihre Farbe ändert. Wer nach dem 1. Januar noch eine gelbe Plakette auf dem Kennzeichen hat, der hat den Termin für die Hauptuntersuchung verpasst. Laut der Dekra dürften dann nur noch Fahrzeuge mit braunen, rosafarbenen oder grünen Plaketten unterwegs sein.

Euro 4 für Motorräder

Insgesamt sollen auch Motorräder in Zukunft sauberer werden. Daher müssen alle neuen Motorräder, die ab dem 1. Januar eine Typgenehmigung erhalten, die Vorschriften der Abgas-Norm Euro 4 erfüllen. Zu beachten gilt zudem, dass ab dem 1. Januar auch alle neuzugelassenen Motorräder über ABS oder ein Kombi-Bremssystem verfügen müssen. Betroffen sind Motorräder mit mehr als 50 ccm Hubraum oder die mehr als 45 km/h schnell fahren.

Geld

Girokonto für alle

Den künftigen Neuregelungen nach soll auch bis spätestens zum 18. September 2016 jeder EU-Bewohner das Recht auf ein Girokonto haben. Diese Vorgabe stammt direkt aus Brüssel, die Deutschland entsprechend umzusetzen hat. Jeder Verbraucher kann dann mit Hilfe des zustehenden Basiskontos Überweisungen, Lastschriften und auch Kartenzahlungen vornehmen. Zudem besteht natürlich auch die Möglichkeit Geld ein- und auszahlen zu können.

Nur noch SEPA

Ab dem 1. Februar 2016 sind Inlandsüberweisungen nur noch mittels IBAN möglich. Die Angabe der Kontonummer und Bankleitzahl werden dann nicht mehr benötigt.

Schneller Cash bei Bankenpleite

Geht eine Bank oder Sparkasse insolvent, sollen die Kunden ihre Einlagen ab dem 1. Juni 2016 innerhalb von sieben Tagen zurück erhalten. Bisher beträgt die Frist 20 Tage.

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1 Kommentar

  1. Sehr interessant und wichtig zu lesen.

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