Home » Energie » Neuer Fünfjahresplan: China forciert den Klima- und Umweltschutz

Neuer Fünfjahresplan: China forciert den Klima- und Umweltschutz

Lange Zeit gehörte China zu den Skeptikern eines internationalen Klimaabkommens. Das Land pochte darauf, zunächst die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben zu dürfen – ganz so wie es auch die westliche Welt gemacht hat. Inzwischen hat aber auch in der chinesischen Führung ein Umdenken eingesetzt: Auf der Weltklimakonferenz in Paris stimmte das Land einer Einigung zu. Vor wenigen Tagen hat die chinesische Führung nun den Plan für die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten fünf Jahre vorgestellt. Darin enthalten: Ambitionierte Ziele in Sachen Klima- und Umweltschutz. So sollen die Erneuerbaren Energien gefördert und der Energie- und Wasserverbrauch massiv gesenkt werden. Auch die Klimaemeissionen sollen sinken.

Kraftwerk Gobi

Auch ein Solarkraftwerk in der Wüste Gobi soll in China zukünftig für saubere Energie sorgen.

Der Ausbau der Windenergie spielt eine wichtige Rolle

Eine wichtige Rolle spiel dabei der Ausbau der Windenergie. Bereits in diesem Jahr wird dabei erwartet, dass Windräder mit einer Kapazität von mehr als 30 GW neu ans Netz gehen. Dies ist eine gute Nachricht. Denn zum Jahreswechsel wurden einige Subventionen gekürzt, was Befürchtungen weckte, der Windenergie-Boom in China könnte dadurch empfindlich gestoppt werden. Tatsächlich würde China damit aber nur knapp hinter den Zuwachsraten der vergangenen Jahre bleiben. Zu den Hauptprofiteuren des Windkraft-Booms gehören dabei vor allem die Provinzen Henan und Shandong. Theoretisch könnten dabei sogar noch mehr Windräder gebaut werden, allerdings scheitern oder verzögern sich Projekte oftmals, weil es Probleme mit der notwendigen Anbindung an das Stromnetz gibt.

Auch der Smog in den Städten soll verringert werden

Zu den weiteren Zielen des Fünfjahresplan gehören: Der Energieverbrauch pro Wachstumspunkt des BIP soll bis zum Jahr 2020 um 15 Prozent sinken. Ähnliches gilt für die CO2-Emissionen, die allerdings sogar um 18 Prozent niedriger ausfallen sollen. Beide Ziele dienen dabei nicht nur dem Klimaschutz, sondern sollen auch helfen, die Smogentwicklung in den Städten zu vermeiden. China kämpft zudem in einigen Regionen mit Wasserknappheit. Auch hier soll daher gespart werden: Bis zum Ende des Jahrzehnts wird hier eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs um knapp ein Viertel angestrebt. Auch beim Klimaschutz setzt China zudem auf Großprojekte: So entsteht in der Wüste Gobi das größte Solarkraftwerk der Welt.

Via: Business Green

Jetzt einen Kommentar zum Thema schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht! Pflichtfelder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>