Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erneut den Versuch gestartet eine Rakete aus dem All wieder auf der Erde landen zu lassen um sich somit einen Eintrag in den Geschichtsbüchern zu sichern. Das Landemanöver, das als äußerst schwierig gilt, glückte allerdings zum wiederholten Mal nicht. Dennoch wird die Konstruktion, Planung und auch Umsetzung des Projekts als Meilenstein bezeichnet.


Space X Falcon 9 Rakete
Space X Falcon 9 Rakete

Recycling-Raketen sind die Zukunft

Obwohl das Wetter mitspielte, scheiterte am Dienstag auch der dritte Versuch eine Raketenstufe aus dem Weltraum sicher wieder auf einer schwimmenden Plattform im Meer landen zu lassen. Die knapp 60 Meter große Falcon 9 Rakete sollte sicher und senkrecht stehend wieder auf die Erde zurück kehren. Die Rakete blieb nach der Landung nicht stehen, sondern kippte zur Seite um und zerschellte. Die Landung erfolgte senkrecht auf Landebeinen. Für die Koordination und senkrechte Position, sorgte ein Bremsschub aus dem Triebwerk. Da es Differenzen bei der seitlichen Landegeschwindigkeit gab, kippte die Rakete letztlich jedoch um.

SpaceX Gründer, Visionär und Multimillionär Elon Musk gab kurz nach dem Manöver über Twitter bekannt, dass die Rakete zwar landete, die Landung allerdings zu „unsanft war um überleben zu können“. In einem späteren Post, ging Musk dann auch ins Detail und betonte, dass die Landung zunächst gut verlief, allerdings die Seitenbewegung nicht optimal war.


Punktlandung ist bereits ein neuer Meilenstein

Allein die Tatsache, dass es SpaceX gelang eine Rakete aus dem Weltall wieder punktgenau auf die Erde zurück zu lotsen, gilt bei Experten bereits als ein historischer Meilenstein. Die intelligente Software und Peripherie an Bord der Rakete muss bahnbrechendes leisten um punktgenau navigieren zu können. Vor allem das Radar der Rakete kommt dann schon einmal in Schwierigkeiten, wenn zwischen der Fußballfeld großen Landeplattform und der sich stets in Bewegung befindenden Meeresoberfläche unterschieden werden muss.

Am 10. Januar startete der erste Versuch eine Falcon 9 Rakete wieder sicher auf der Erde landen zu lassen. Dieser scheiterte bereits, da es zu wenig Hydraulikflüssigkeit an Bord war. In der Folge konnten die Steuerflächen nicht richtig angetrieben werden. Die Rakete kippte ebenfalls um und zerschellte. Mitte Februar versuchte sich SpaceX zum zweiten Mal. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen konnte die Landung nur auf der Meeresoberfläche simuliert werden. Die Rakete kam überraschender Weise ziemlich senkrecht an, kippte allerdings wenig später ebenfalls um.

SpaceX-Chef Musk schätzte das Gelingen der letzten Mission in Florida mit einer Chance von 50 Prozent ein. Das SpaceX-Team geht langfristig davon aus, dass Raketen genauso wie Flugzeuge wiederverwendet werden und somit auch die Kosten für Satelliten-Starts drastisch gesenkt werden können. Bisher stürzen die Antriebsstufen von Trägerraketen, die Satelliten in das All befördern entweder in das Meer oder auf die Erde und werden zerstört. Die Technik ist danach unbrauchbar. Zudem fördern die Wrackteile auch nicht gerade eine sauberere Umwelt. Die Missionen von SpaceX im Hinblick auf die Wiederverwendbaren Antriebsstufen hat also durchaus Zukunftspotential. Es ist durchaus möglich, dass in wenigen Monaten der nächste Landeversuch in Angriff genommen wird.

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