Bei der Behandlung von Blutgerinnseln haben Ärzte neben der medikamentösen Therapie mehrere invasive Möglichkeiten, darunter auch intravaskuläre Ultraschallbehandlung oder kleine Diamanten-Bohrer. Beide dieser Methoden haben aber ihre Nachteile. Forscher der North Carolina State University und der University of North Carolina haben einen neuen Ultraschallbohrer entwickelt, der beide Methoden miteinander vereint.


Bild: North Carolina State University

Existierende Methoden bergen Risiken

Existierende Ultraschallbehandlungen haben den Nachteil, dass sie nicht zielgerichtet sind. Zwar zersetzen sie das Gerinnsel in viele winzige Teile, sodass eine medikamentöse Nachbehandlung oft nicht nötig ist, aber es besteht dabei die Wahrscheinlichkeit, dass das Blutgefäß durch die Ultraschallwellen beschädigt wird.

Die Diamentenbohrer haben dagegen den Nachteil, dass sie zwar nur das Gerinnsel behandeln, dieses dabei aber in große Teile aufbrechen. In der Nachbehandlung sind daher Blutverdünner nötig, die wieder ganz eigene Risiken bergen.


Neue Methode vereint Ultraschall und Bohrer

Die neue Behandlungsmethode nutzt Ultraschall mit niedriger Frequenz, bündelt die Schallwellen aber direkt in das Gerinnsel. Auf diese Art und Weise werden Schäden an dem Blutgefäß verhindert, während das Gerinnsel selber in kleinste Teile zerlegt wird.

Die Forscher testeten die Methode im Labor an künstlichen Blutgefäßen, die mit dem Blut von Kühen gefüllt waren. „We found that we could dissolve 90 percent of a clot in 3.5 to 4 hours without using any blood thinners at all. That’s compared to 10 hours for the combination of conventional ultrasound tools and blood thinners“, so der Doktorand Jinwook Kim von der North Carolina State University.

Als nächstes planen die Forscher Studien am Tiermodell. Außerdem suchen sie Partner in der Industrie, die dabei helfen sollen, die Technologie weiter zu entwickeln.

via North Carolina State University

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