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Neues Design von Lockheed-Martin macht Weltraumteleskope kleiner und leichter

Bereits seit den Zeiten von Galileo Galilei ist das Teleskop das Kerninstrument der Astronomie. Mit einer Kombination aus Linsen und Spiegeln fangen das Licht der Sterne ein und vergrößern das entstehende Bild für unsere Augen. Dieses Konzept hat sich gehalten und wird auch in modernen Anlagen wie Weltraumteleskopen benutzt. Ein neuartiges Teleskop-Design könnte nun für eine Kehrtwende in der Teleskop-Technik sorgen.

Bild: Lockheed Martin

Bild: Lockheed Martin

Neue Technologie minimiert die Größe von Teleskopen

Die Firma Lockheed Martin entwickelt momentan ein Teleskop, dass die aktuelle Zwei-Spiegel-Technik durch eine dünne Schicht von Hunderten (potentiell sogar Tausenden) winziger Linsen ersetzt, die das Bild auf einen Silizium-Chip übertragen, ähnlich wie bei der Kamera in Smartphones.

Das neue System hört auf den Namen SPIDER (Segmented Planar Imaging Detector for Electro-optical Reconnaissance) und arbeitet nach dem Prinzip der Interferometrie, einer Technik, bei der zwei Lichtimpulse von der selben Quelle kombiniert werden, um die Auflösung eines Bildes zu verbessern. Die Technik ist in der Astronomie keineswegs neu, aber die Möglichkeit, die nötigen technologischen Mittel zu miniaturisieren, könnte potenziell für eine Revolution sorgen.

Die Detektoren von SPIDER reduzieren das Gewicht, die Größe und den Energiebedarf der Technologie um den Faktor 10 bis 100, was besonders bedeutsam wird, wenn es um potentielle Einsatzmöglichkeiten in Weltraumteleskopen geht. Zwar handelt es sich bei SPIDER bisher nur um einen Prototyp, aber dieser erweist sich bereits jetzt als deutlich flexibler als bisherige Teleskope. SPIDER-Teleskope können in wenige Wochen produziert werden und sind extrem wartungsarm, was sie ideal für den Einsatz im Weltraum macht.

SPIDER wurde mit Mitteln der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) und unter Mitwirkung der University of California entwickelt. Die Technologie lässt sich nicht nur in der Astronomie einsetzen, sondern auch bei Sensoren in Autos oder Aufklärungs-Technologie. Das Team geht davon aus, dass die Technologie in 5 bis 10 Jahren einsatzbereit sein wird.

ÔÇťSPIDER has the potential to enable exciting discoveries by putting high-resolution imaging systems within outer planet system orbits such as Saturn and Jupiter. The ability to reduce size, weight and power could significantly change the game. With 10 to 100 times the resolution of a comparable-weight traditional telescope, imagine what you could discoverÔÇŁ, so Alan Duncan von Lockheed Martin in einem Statement.

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