Der Elektroauto-Pionier Tesla will im Sommer mit dem Model 3 endlich auch den Massenmarkt erobern. Die Vorbereitungen für den Produktionsstart laufen daher auf Hochtouren. Das hält das Unternehmen aber nicht davon ab, parallel auch weitere Projekte zu verfolgen: Aktuellstes Beispiel: Wie die US-Webseite Recode berichtet, verhandelt der Autobauer mit allen großen Labels über die Gründung eines eigenen Musikstreamingdienstes. Dieser soll in die Tesla-Autos integriert werden und somit auch nur den Kunden des Konzerns zur Verfügung stehen. Wie genau die Integration aussehen soll, ist dabei noch nicht ganz klar. Denkbar wäre beispielsweise eine Art Webradio, aber auch ein vollständiger Streamingdienst im Stile von Spotify ist möglich.


Tesla Model 3 Livestream
Könnte zukünftig mit einem eigenen Musikdienst ausgeliefert werden: Der Tesla Model 3

Bisher kooperiert Tesla in Europa mit Spotify

Die technischen Voraussetzungen bringen die Fahrzeuge von Tesla in jedem Fall mit. So lassen sie sich mit dem Internet verbinden und verfügen über ein Touchdisplay zur einfachen Steuerung der Musikauswahl. Schon heute können einige Kunden des Konzerns allerdings während der Fahrt ausgewählte Musik hören. Denn außerhalb der Vereinigten Staaten kooperiert der Autobauer mit Spotify. Wieso diese Zusammenarbeit durch ein eigenes Angebot ersetzt werden soll, ist bisher noch nicht ganz klar. Denkbar ist, dass Tesla seinen Kunden mehrere Optionen anbieten möchte – und etwa mit der Radiofunktion von Spotify nicht zufrieden ist. Genaueres wird man aber wohl erst erfahren, wenn das neue Feature offiziell vorgestellt wird.

Der Markt wird dominiert von Spotify und Apple Music

Die Musiklabels jedenfalls sind über die Gespräche mit Tesla durchaus erfreut. Immerhin haben schon rund 400.000 Kunden einen Tesla Model 3 vorbestellt. Die Musiklabels dürften zudem recht froh sein, wenn verschiedene Anbieter eigene Streamingsdienste installieren – und nicht der gesamte Markt von Spotify und Apple Music dominiert wird. Verglichen mit den beiden Platzhirschen dürfte Tesla allerdings nur ein recht kleiner Fisch sein: Apple Music hat eigenen Angaben zufolge 27 Millionen Kunden, Spotify bringt es sogar auf 50 Millionen. Allerdings geht Tesla in Zukunft von stark steigenden Produktionszahlen aus, sodass sich auf Dauer durchaus eine gewisse Relevanz auch auf dem Musikmarkt ergeben könnte.


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