Das deutsche Reinheitsgebot sorgt dafür, dass alle in Deutschland produzierten Biere auch vegan sind. Schwieriger ist dies allerdings bei aus dem Ausland importierten Marken. Denn dort gibt es oftmals keine gesetzlichen Vorgaben, wie der Brauvorgang vonstatten zu gehen hat. Die Guinness Brauerei beispielsweise produziert ihr legendäres Bier seit 257 Jahren auf dieselbe Art und Weise. Das Problem für Veganer: Das Bier wird mit Hilfe einer sogenannten Hausenblase filtriert. Dabei handelt es sich um die getrocknete Blase eines Fischs – womit das Bier nicht mehr als vegan gilt. Die Brauerei kündigte allerdings bereits im Jahr 2015 an, ein neues Filtrationssystem entwickeln zu wollen.


Zukünftig vegan: Ein frisch gezapftes Guinness am Flughafen in Dublin. Foto: Michal Osmenda [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Die jahrhundertealte Rezeptur wurde nicht verändert

Dies ist nun gelungen. Wie der Konzern bekannt gab, wird Guinness zukünftig so gebraut, dass es auch von Veganern getrunken werden kann. Allerdings gilt dies zunächst nur für das Fassbier. Im Irish Pub gibt es also inzwischen veganes Guinness zu trinken. Die Abfüllanlagen für Flaschen und Dosen hingegen wurden noch nicht entsprechend umgerüstet. Auch dies soll aber bis Ende des Jahres geschehen. Guinness-Liebhaber hingegen müssen keine Befürchtungen haben: An der Rezeptur des Biers wurde nichts geändert. Es wurde lediglich die Hausenblase durch ein nichttierisches Filtrationsverfahren ersetzt. Am Geschmack des Biers soll sich dadurch nichts ändern. Pläne für eine Änderung der jahrhundertealten Rezeptur gibt es auch weiterhin nicht.

Tierschutzorganisationen begrüßten den Schritt

Schätzungen zufolge werden täglich weltweit rund 10 Millionen Gläser Guinness pro Tag getrunken. Wie viele zusätzlich dazu kommen werden, weil das Bier nun auch von Veganern getrunken werden kann, bleibt abzuwarten und dürfte nur schwer zu messen sein. Dem Konzern war das Thema allerdings offenbar so wichtig, dass er mehrere Jahre an dem neuen Filtrationssystem gearbeitet hat. Details über das neue Filtrationsverfahren wurden bisher noch nicht bekannt gegeben – es wurde lediglich versichert, dass keine Tierprodukte mehr zum Einsatz kommen. Tierschutzorganisationen jedenfalls begrüßten den Schritt der Brauerei. So verbreitete etwa Peta die gute Nachricht direkt auf Twitter.


Via: Treehugger

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